Der Nördliche Schwarzwald gehört als Qualitätsregion Wanderbares Deutschland zur Königsklasse im Wandern.
Wasser rauscht über moosbedeckte Felsen, Ein kühler Lufthauch zieht durch ein wildromantisches Bachtal. Mal wird es weit und luftig, schnürt dann wieder zu einer kleinen Schlucht zusammen und bildet seine ganz eigene Naturwelt. Ruhe und Bewegung wechseln sich am Bachlauf ab, wie das Auf und Ab im Leben. Zu hören ist nicht viel, außer das beständige Gluckern des Wassers und der Wind in den Baumwipfeln. Straßenlärm? Der ist weit weg. Alltagsstress? Handyklingeln? Das ist alles noch weiter weg. Was in diesem Moment zählt ist das Naturerlebnis. Und dafür muss man oftmals gar nicht weit fahren. Manchmal genügen wenige Schritte entlang schmaler Pfade und man findet seinen Ort der Ruhe, wo man mehr Vögel als Menschen hört. Die tiefen Wälder im Nördlichen Schwarzwald sind ideale Rückzugsorte. Dichte Fichten- und Tannenwälder strahlen eine fast mystische Atmosphäre aus. Helle, sonnengeflutete Mischwälder erzeugen Glückgsgefühle. Dann lichtet sich plötzlich das Grün, gibt den Blick auf Täler und benachbarte Höhenzüge frei. Manchmal reicht der Blick über kilometerlange Wälder, ohne Häuser, ohne Straßen. Fast könnte man meinen, die Zivilisation wäre unendlich weit entfernt, wären da nicht die in beruhigenden Abständen angebrachten Wegmarkierungen, die wieder zurück zur Bushaltestelle, einem Bahnhof, Wanderparkplatz oder zum nächsten gemütlichen Gasthaus weisen.
VIELFÄLTIGE WANDERZIELE
Acht Orte und Regionen im Nördlichen Schwarzwald zeigen die ganze Vielfalt der Wanderregion auf. Wilde Pfade durch Schluchten, spektakuläre Fernsichten von kühne erbauten Aussichtstürmen, gurgelndes Wasser am Weg, rauschende Wasserfälle, atemberaubende Tiefblicke von Felskanzeln und stille, geheimnisvolle Waldpfade lassen sich hier entdecken:
WESTWEG – der rote Faden
Ein paar wenige Schritte am Ende der ersten Etappe, machen einem bewusst, dass der Westweg ein echter Höhenweg ist. Dichter Wald umgibt die Blockhalden der Volzemer Steine. Wenig später öffnet sich die Landschaft mit einem Schlag. Der Blick schweift über weite Wiesen zum nahen Dorf Dobel. Ein paar Schritte weiter schreitet man durch das mit Holzschindeln verkleidete Sonnentor, das zweite der zwölf Westweg-Portale und lenkt seine Schritte zum Aussichtsturm. Die 107 Stufen bis zur Plattform geben einen ersten Vorgeschmack: der 360°-Blick in alle Himmelsrichtungen reicht (fast) über die gesamte Qualitätsregion Wanderbares Deutschland.
Schon eine halbe Tagesetappe weiter steht der Hohlohturm auf einem von geheimnisvollen Hochmoorseen umgebenen Plateau über Kaltenbronn. An besonders klaren Tagen funkeln die Alpen am Horizont. Zwischen beiden Aussichtswarten verlocken Felskanzeln und Plattformen auf Lichtungen im Wald, einige mit Himmelsliegen, Bänken und Tischen als Vesperplatz eingerichtet, zu weiteren Stopps mit Fernsichten und Tiefblicken, nach Bad Herrenalb und ins idyllische Geistal. Der Qualitätsweg Westweg macht seinem Ruf als Panoramawanderung wahrlich alle Ehre.
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