Franken entdecken

Franken hat eine reiche Kultur, romantische Städte, 19 Heilbäder und Kurorte, zehn Naturparke und beeindruckende 40.000 Kilometer markierte Wanderwege. Franken ist die Heimat der Biere, renommiertes Weinbaugebiet und bekannt für die guten fränkische Küche.

Franken ist eine Region für Genießer, die nachhaltige Erlebnisse suchen und das Gemütliche und Gesellige schätzen. Großer Urlaubsgenuss, kleiner CO2-Fußabdruck ist das Motto – ganz ohne Widerspruch – in den (vorerst!) acht Regionen, die wir hier näher vorstellen wollen.

Spessart und Main – immer dem Specht nach

Sanfte Hügel, Felder und Streuobstwiesen im Vorspessart. Berge, Täler und weite Wälder im Hochspessart. Weinberge, Burgen, Fachwerkstädtchen am Main. Jede Landschaft hat ihren ganz eigenen Charakter und doch gehen sie Hand in Hand, ja fast gemächlich ineinander über. Gleich drei Fernwanderwege sind hier als Qualitätswege zertifiziert. Durch die Qualitätsregion „Räuberland“ verlaufen zwei Wege: Der Spessartweg 1 in West-Ost-Richtung von der Residenzstadt Aschaffenburg nach Gemünden a.Main Der Spessartweg 2 von Heigenbrücken im Norden nach Stadtprozelten am Main im Süden. Im Norden schließt sich der Spessartweg 3 von Bad Soden-Salmünster im Kinzigtal kommend in Heigenbrücken an. Dank der Start und Zielpunkte an Bahnhöfen ist eine autofreie Anreise zu den drei Wegen problemlos möglich.

Rhön – dem Himmel ein Stück näher

Die Rhön ist offen und weit. Der erste Eindruck täuscht nicht. Tatsächlich scheint hier der Himmel näher zu sein als in anderen Mittelgebirgen. Zwischen den offenen Höhen finden sich wertvolle Biotope, Urwälder, Moore, Basaltaufschlüsse – die alle von der feurigen Vergangenheit des Lands der offenen Fernen erzählen. Aufgereiht ist all dies am 180 km langen „Hochrhöner“. Wem das zu viel ist, wandert Extratouren und Familienwanderwege, besucht dabei das Rote Moor oder Point Alpha, die Gedenkstätte an die deutsche Teilung. Im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön heißt das Zauberwort „Nachhaltigkeit“. Produkte aus heimischer Landwirtschaft und eine regionale Wertschöpfung hat sich der Verein Dachmarke Rhön e. V. auf die Fahnen geschrieben. 200 Partnerbetriebe schützen die wertvolle Natur- und Kulturlandschaft durch Nutzung. Was sich wie ein Widerspruch anhört ist erlebbare „Umweltbildung“. Man denke dabei nur an die Beweidung der kahlen Berge durch das Rhönschaf, dessen schwarzes Gesicht längst eine Art Symbol geworden ist.

Naturpark Haßberge – historische Spuren

Die Haßberge liegen im sonnenverwöhnten Norden Bayerns, halbwegs zwischen dem Weltkulturerbe Bamberg und der Residenzstadt Würzburg – genau dort wo sich Wein- und Bierfranken überlappen. Nicht weniger als 20 vorgeschichtliche Fliehburgen und Wallanlagen, 15 geschichtsumwobene Burgen und 25 Schlösser – immerhin ein Drittel aller ehemaligen Ritter- und Adelssitze Unterfrankens – liegen am in eine Nord- und eine Südroute aufgeteilten Burgen- und Schlösserwanderweg. 24 Erlebnistouren ermöglichen es zudem auf Tages- oder Halbtagestouren in die Welt der Burgen und Schlösser einzutauchen. Alte Mauern sind natürlich nicht alles, was Wanderer in die hügelige Mittelgebirgslandschaft lockt. (Fast) kein Dorf ohne gemütliche Wirtschaft. Gut Essen wird hier ebenso groß geschrieben, wie das Naturerlebnis. Der Naturpark Haßberge ist längst zu einem wichtigen, natürlichen Lebensraum für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten geworden. Uhus, Waldschnepfen, Biber und Wildkatzen sind hier zu Hause.

Obermain•Jura – der Gottesgarten

Der Staffelberg ist nicht nur ein exquisites Wanderziel. Viel mehr noch ist das nach allen Seiten steil und felsig abbrechende Hochplateau DER „Berg der Franken“. Schon die Kelten siedelten vor über 2.000 Jahren, wo heute die Adelgundiskapelle aus dem 17. Jahrhundert zwischen alten Linden steht. Grund genug, rund um das fränkische Heiligtum acht Keltenwege anzulegen, die zusammen mit vier Brauereiwegen das malerische Bad Staffelsteiner Land erschließen. Blühende Wacholderhänge, klare Bäche, hoch aufragende Kalksteinformationen und überraschend tief eingeschnittenen Tälern bilden den Rahmen. Am Weg liegen auch die beiden architektonischen Wahrzeichen der Region. Das barocke Kloster Banz lockt (auch) wegen seines lauschigen Biergartens. Direkt gegenüber, auf der anderen Seite des Mainstals, begeistert und überwältigt die Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen mit ihrem ¬Überfluss an Rokokoelementen.

„Einen herrlichen Ausblick auf den Staffelberg hat man von einer ottonischen Abschnittsbefestigung am benachbarten Dornig. Dort oben befinden sich auch zwei große bronze- und hallstattzeitliche Grabhügelfelder – und eine beliebte Wandergaststätte.“
Charly Müller (der Keltenaufstöberer vom Staffelberg)

Fränkisches Weinland – Wandern, wo der Wein wächst

Die Region zwischen Spessart, Rhön, Steigerwald und Taubertal lockt mit romantischen Winzerorten, der nahen Residenzstadt Würzburg – und einer Menge schöner Wanderwege. Dabei geht es hier nicht darum Strecke zu machen. Das Wandern ist vielmehr ein Sich-mit-und-Kultur-einlassen. Zertifizierte Halbtages- und Tageswanderungen, die „Wege zum Wein“, wandert man genau dort, wo der Wein wächst. Spaziert durch Weinberge und besucht Weinorte. 37 Routen tragen im Fränkischen Weinland das Qualitätssiegel. Wichtigstes Kriterium ist die Nähe zum Wein. So muss mehr als die Hälfte der Wegstrecke (immerhin sind die Wege zwischen drei und 19 (!) Kilometer lang) durch Weinberge führen. Meist sind es Rundtouren, die gleichzeitig durch Abwechslung überzeugen: So begegnet man Naturdenkmälern, Kulturschätzen wie Kapellen oder Bildstöcken und entdeckt Besonderheiten des Weinbaus wie Weinbergterrassen oder Trockenmauern. Und lohnende Gastronomie mit lokalen Spezialitäten auf der Karte.

Steigerwald – Hutzeln und andere Highlights

Was sind eigentlich Hutzeln? Dörrbirnen, mit Stumpf und Stiel getrocknet. Quasi ein Energieriegel aus Birne, voller Vitamine und Geschmack. Hutzeln sind eine uralte Tradition. Früher gab es auf jedem Hof eine Hutzeldärre. Fatschenbrunn (im nördlichen Steigerwald) ist bekannt für seine Hutzeln, die früher sogar als Schiffsproviant in alle Welt gingen. Längst gehören die Hutzeln zum „Immateriellen Kulturerbe der UNESCO“ und haben das 240-Einwohner-Dorf zu einem der „100 Genussorte Bayerns“ gemacht. Dem nicht genug, wurde vor drei Jahren sogar ein sechs Kilometer langer „Europäischer Kulturweg“ eingeweiht. Die Welt der Hutzeln lässt sich also auch erwandern. Genug gehutzelt: der Steigerwald mit seinen weitläufigen Wäldern und lieblichen Weinhängen hat noch mehr zu bieten. Roter Faden im Wegenetz ist der Steigerwald-Panoramaweg. Auf 161 km führt er in neun Etappen von Bad Windsheim nach Bamberg – quer durch tiefe, alte Wälder, über sonnige Weinberge, vorbei an Burgen, Schlössern und historischen Mühlen. Unterkünfte zur Einkehr finden sich in vielen Orten – und zünftige Bierkeller auch. Das Steigerwald-Zentrum (mit Baumwipfelpfad) beim Winzerdorfes Handthal macht Nachhaltigkeit am Beispiel der Waldbewirtschaftung erlebbar. Wissenswertes wird interaktiv und spielerisch vermittelt, um schon bei Kindern Wertschätzung für die Natur zu wecken.

Städteregion Nürnberg – Naturerlebnisse in der Stadt

Wandern in der Stadt. Klar geht das. In und um die vier Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach gibt es ein Netz an abwechslungsreichen Wanderwegen. Die Routen führen unter anderem durch den Nürnberger Reichswald, den Fürther Stadtwald oder durch den Tennenloher Forst bei Erlangen mit seinen geheimnisvollen Naturdenkmälern. Direkt durch Schwabach geht der Rundweg „Naturspaziergang Schwabach“ auf rund 10 km, der Fürther Walderlebnispfad lockt vor allem Familien. Ob kurzer Spaziergang oder längere Wanderung – für jeden Geschmack und jedes Alter gibt es schöne Touren. Wer über den Tellerrand schauen möchte, steigt in S-Bahn oder Linienbus und lässt sich in die Umgebung fahren: die Region Romantisches Franken, der Steigerwald, die Fränkische Schweiz, das Nürnberger Land und das Fränkische Seenland sind bestens ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Selbst auf Stadtspaziergängen lassen sich viele grüne Oasen entdecken. In Schwabach ist der Apothekersgarten einer der lauschigsten Orte in der Altstadt. In der Hugenottenstadt Erlangen lockt der Schlossgarten mit dem angrenzenden botanischen Garten. In der Kleeblattstadt Fürth gilt der Stadtpark als »heimliche Liebe« der Einheimischen und in Nürnberg gibt es neben dem Stadtpark im Norden viele kleine, grüne Oasen, vom Rosenaupark zum Luitpoldhain und der Burggarten.

Naturpark Altmühltal – Auszeit zwischen Fels und Fluss

Ein weites Tal, schroffe Felstürme an den Hängen. Ein schmaler Pfad, der sich zwischen wie Säulen aufragenden Wacholderbüschen über die Weide bis an den Waldrand lichter Buchenwälder schlängelt: Der Altmühltal-Panoramaweg ist eine ideale Strecke, um zur Ruhe zu kommen und den eigenen Rhythmus zu finden. Auf einer Länge von 200 km führt die Route quer durch den Naturpark Altmühltal in der Mitte Bayerns mit neuen Eindrücken auf jeder Etappe. Zwischen der Natur geht es in Dörfer und historischen Städtchen am Altmühlufer hinab oder zu auf Felsen thronenden Burgruinen hinauf. 17 Schlaufenwege am Altmühltal-Panoramaweg führen in die bezaubernden Nebentäler. Unter anderem erwarten die Wanderer hier Überreste des römischen Limes oder Steinsäulen des historischen Kreuzwegs – Kultur zum Anfassen und zum Geniessen: Denn wo immer man auch unterwegs ist ist auch Kulinarisches ein Teil des Wanderns: zahlreiche hervorragende Gasthöfe und Restaurants verwöhnen Wanderer mit regionalen Spezialitäten. Zartes „Altmühltaler Lamm“, dazu ein heimisches Bier. Klingt gut – oder? Für die müden Knochen gibt es wohltuende Entspannung in den Thermen, etwa in der modernisierten Altmühltherme in Treuchtlingen und der Limes Therme in Bad Gögging.

  • Basilika Vierzehnheiligen - Brotzeit / Bad Staffelstein
    Basilika Vierzehnheiligen - Brotzeit / Bad Staffelstein © FrankenTourismus / Holger Leue

    In Franken ergeben sich fast an jeder Ecke Gelegenheiten für köstliche Abstecher: Wer beim Wein auf Nummer sicher gehen möchte, vertraut dem Qualitätssiegel „Franken – Wein.Schöner.Land!“. Weingüter, Restaurants, Gasthöfe, Weinbars und Weinbistros mit dieser Auszeichnung erfüllen hohe, definierte Qualitätsanforderungen. Weinwanderwege, Feines aus Weinfranken, außergewöhnliche Weinarchitektur und die Aussichtspunkte „terroir f – die magischen Orte des Frankenweins“ runden das Genusserlebnis im Weinland Franken ab.

     

    Was für den Wein gilt, gilt auch für Bier. Franken gilt als Heimat des Gerstensafts und zeigt das gerne: Biertouren, Bierfeste, Biermuseen, Bierwanderungen und Bierpauschalen vermitteln genussvoll die fränkische Braukultur. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es eine so große Dichte an Brauereien und damit verbunden eine große Anzahl an Biersorten – vom Rauchbier bis zum „Ungespundeten“.

  • © Florian Trykowski

    Mit dem „Spielraum Franken“ gibt es beim FrankenTourismus ein eigenes Portal für direkt buchbare Reisetipps für Familien. Konkrete Angebote aus den Bereichen „Action & Erleben”, „Natur & Tiere“, „Tradition & Historie“ sowie „Puppen & Spielzeug“ vermitteln spielerisch die jahrhundertelange Tradition Frankens. Die Angebote reichen von der Fossiliensuche im Steinbruch über Bootstouren und Fahrten mit der Museums-Eisenbahn bis zur Geisterführung oder einer Kinder-Kreativ-Werkstatt. Ein „Wünsch Dir was“-Gutschein für unvergessliche Erlebnisse im „Spielraum Franken“ ist ein tolles Geschenk. Wer auf dem Laufenden bleiben und dazu keines der Gewinnspiele verpassen möchte, folgt dem „Spielraum Franken“ auf Instagram: www.instagram.com/spielraum_franken.

  • Fränkische Flussrouten: Naturpark Altmühltal: Greding Radweg bei Greding-Metterndorf
    Fränkische Flussrouten: Naturpark Altmühltal: Greding Radweg bei Greding-Metterndorf © Naturpark Altmühltal / Dietmar Denger

    Der „MainRadweg“ ist wohl eine der abwechslungsreichsten Routen für Radler. Mit einer Streckenlänge von rund 600 Kilometern folgt er der Lebensader Main durch verschiedene Ferienlandschaften von seinen beiden Quellen bis zur Mündung. Fluss-Radelgenuss bieten auch die Radwege entlang der Regnitz (von Nürnberg nach  Bamberg (oder umgekehrt) und an Tauber und Altmühl, die sich auf dem „Tauber Altmühl Radweg“ sogar an einem Stück erkunden lassen. Von Wertheim am Main geht es quer durch Franken bis Kelheim an der Donau. Extra Rückenwind haben Radler in Franken durch die zahlreichen E-Bike-Angebote. An den E-Bike-Routen ist das Netz an Akkulade- und Verleihstationen, Servicezentren und Gastgebern mit E-Bike-Verleih besonders eng gewebt.

  • Kontakt

    FrankenTourismus
    Pretzfelder Straße 15
    90425 Nürnberg
    Telefon 0911/941510
    info@frankentourismus.de
    www.frankentourismus.de

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