Themenweg

Habichtswaldsteig Extratour H5 – Im Bann der Chatten

Hattenhäuser Weg 10, 34311 Naumburg

Schwierigkeit Leicht
Länge 16.1 km Dauer 04:00 h
Aufstieg 428 m Abstieg 429 m
Höchster Punkt 460 m Niedrigster Punkt 248 m

Die Tour folgt den fließenden Übergängen von den bewaldeten Bergen des Habichtswaldes in die weite und off ene Kuppenlandschaft mit ihren herausragenden Basaltkegeln. Der Genusswanderer vollzieht den Landschaftswandel mit allen Sinnen – vom satten Grün der Buchen in die scheinbar gemalten Pastelltöne der Wiesen. Hier verehrten die Chatten an geheimnisvollen Stätten ihre Götter. Sie glaubten an gute und böse Geister. Elfen und Kobolde in Wald und Feld sowie Nixen im Wasser wirkten nach ihrer Vorstellung im Naturgeschehen und im eigenen Leben mit. Der weite Blick über das ehemalige Land der Chatten fasziniert den Wanderer auf seinem Weg.

Höhenprofil

Habichtswaldsteig Extratour H5 – Im Bann der Chatten
Eigenschaften aussichtsreich, kulturell / historisch, Rundtour
Kondition
Technik
Erlebnis
Landschaft
Beste Saison
  • Jan
  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez
Wir starten am Parkplatz unterhalb der Altenburg, außerhalb der Kernstadt Niedenstein an einem Waldrand. Die Altenburg ist eine alte Ringwallanlage und Höhensiedlung, die während der Eisenzeit besiedelt war und eine der vielen geschichtlichen Besonderheiten in der Gemarkung und ehemaligen Heimat der Chatten ist. Der Parkplatz ist über die Ortszufahrt Niedenstein über den Altenburger Weg zu erreichen. Von hier aus wird der Wanderer mit einer märchenhaften Aussicht im hügeligen Land der Chatten begrüßt. In südwestliche Richtung beginnen wir unsere Tour und lassen uns in den Bann der Landschaft ziehen. Wir laufen querfeldein in südwestliche Richtung über einen Wiesenweg und halten Kurs auf den nicht weit entfernten Waldrand. Nach rund 400m führt uns der Weg nach links, entlang des Waldrandes und unterhalb des Emser Berges entlang. Dem Weg folgend, lässt man den Waldrand rechter Hand hinter sich und gelangt in offenes Feld. Auf ganzer Strecke kann man hier das Panorama der Kernstadt Niedenstein in verschiedenen Blickwinkel entdecken und sich von dem Farbenspiel der Jahreszeit verzaubern lassen. In der Ferne lassen sich Ortschaften erkennen, wobei Fritzlar, die Dom- und Kaiserstadt nur eine von ihnen ist. Ruhe überstrahlt die Landschaft, in der gelegentlich auch Wild zu beobachten ist.

Wir stoßen auf die Landesstraße, biegen nach links und verlassen diese nach 50m wieder rechter Hand in südliche Richtung und laufen weiter in den Schwalm-Eder-Kreis, unweit der Kreisgrenze des Landkreises Kassel. Nach rund 700m halten wir uns links und wechseln den Blickwinkel auf Niedenstein, in dessen Vordergrund nun der Stadtteil Wichdorf sich an dem Fuße der Kernstadt schmiegt. Weitere 1400m trägt uns der Habicht auf seinen Schwingen in nördliche Richtung. Anschließend laufen wir auf den Stadtteil Wichdorf zu, den wir mit einem kurzen Abstecher entlang der L3220 bis zum Sportplatz folgend, passieren. Zurück auf naturbelassenen Wegen führt uns die Strecke in einer Senke nahe dem Bachlauf der Wiehoff entlang. Hier stand einst, in vergangenen Zeiten, ein Siechenhaus, indem die Kranken der Stadt untergebracht wurden, ausgelagert aus der Stadt, um der Ansteckungsgefahr vorzubeugen Den Weg wieder in Richtung L3220 einschlagend lädt eine Sitzbank zum kurzen Verweilen ein, die uns einen wunderbaren Blick in Richtung Schloss Riede gewährt. Folgen wir den Pfeilern des H5, überqueren wir erneut die L3220 und gelangen zwischen Wiesen und Feldern ein Stück näher an die Kernstadt. Wir biegen nach rund 250m in östliche Richtung rechts ab und gelangen bald an einen Streckenabschnitt, der uns gesäumt von Streuobst, bis an den Waldrand des „Goddelbusches“ führt. Bäume bieten uns Schutz, bis der Weg uns gänzlich in den Wald führt und uns hinter der Grundschule erst wieder ins Freie entlässt. Rechter Hand - weiter an den Sportanlagen vorbei, gehen wir wieder in Richtung Waldrand, um in einem freigeschlagenen Waldweg, Kurs in Richtung Hessenturm zu nehmen. Am Rande einer anschließenden Wiese, die im Winter als Schlittenwiese genutzt wird, geht es weiter Bergauf, bis der Weg sich auf eine Höhe von 475m windet, dem Niedensteiner Kopf, mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem Hessenturm. Von Ostern bis Ende Oktober wird der Turm sonntags und an Feiertagen bewirtschaftet. Die Aussichtsplattform lässt unseren Blick bei schönem Wetter bis in den Kellerwald schweifen. Einmal quer über den Schwalm-Eder-Kreis. Um 1250 stand hier eine Trutzburg zum Schutze des althessischen Kernlandes.

Auf der Rückseite des Niedensteiner Kopfes nehmen wir erneut Kurs auf den ursprünglichen Streckenverlauf der Extratour H5. Bergabwärts passieren wir den Niedensteiner Skihang. Hier werden im Winter auch vom Verein organisierte Rennen ausgetragen. Der Weg führt uns nach rechts in den Wald, vorbei an einer Schutzhütte bis wir linker Hand einen alten Rückeweg folgen. Im Frühjahr können wir uns an der Schönheit der Märzglocken, die hier blühen, erfreuen. Wir verlassen den Wald wieder und genießen einen weiteren freien Blick in die Tallandschaft auf der rückwärtigen Seite des Hessenturms und der Kernstadt. Wir schlagen den Weg ein in Richtung Sengelsberg ein, einem kegelförmiger Basalthügel. Basalthügel zieren das ortstypische Bild unserer Region. Der Weg führt uns vorbei an dem Waldkindergarten und dem Campingplatz des Naturistensportbundes durch den Schwosbach und um den Sengelsberg herum, an noch unberührten Naturräumen und Teichanlagen vorbei. Auf eine Kreuzung stoßend, führt der Weg uns nach rechts in nördliche Richtung durch den Wald des Steinberges und somit wenige Schritten in den Landkreis Kassel. Vorbei an Hecken und Unterhölzern, über Wiesen passieren wir nach rund 500m die Kreisstraße 25 und gelangen zurück in den Wald. In einem Wechselspiel von Wald und Wiese haben wir die Möglichkeit die letzten 800m im Freien nochmals einen atemberaubenden Weitblick in das Land der Chatten zu werfen. Geschichten und Sagen, die viele Jahrhunderte alt sind, ranken sich um diese Gegend. Eine Region, in der in früheren Zeiten Kämpfe geführt wurden und der Ursprung des Landes Hessens liegt. Nach 800m halten wir uns ein letztes Mal rechts, der Weg führt uns rund 400m zwischen alten knochigen Bäumen entlang, bis wir auf eine Kreuzung stoßen, auf der wir den Anschluss zum Leitweg des Habichtswaldsteiges und der Extratour H6 finden. Linker Hand führt uns der Weg zurück zu den PKWs und entlässt uns schließlich aus dem Bann der Chatten.

Startpunkt Wanderparkplatz Altenburg 34305, Niedenstein
Anfahrt

Auto:

Sie erreichen den Wanderparkplatz unterhalb der Altenburg über den Altenburger Weg in 34305 Niedenstein. Aus Richtung Breitenbach kommend folgend Sie der K85 vorbei an Elmshagen, bis Sie der Straße folgend das Ortsschild Niedenstein passieren. Sie stoßen auf eine Kreuzung, die Sie rechter Hand in den Altenburger Weg verlassen. Der Straße weiter folgend erreichen Sie den Waldrand, der den Wanderparklatz ausweist.
Sie folgend den Autobahnverlauf der A 49 in Richtung Borken (Hessen). Von der Abfahrt Gudensberg halten Sie sich rechter Hand und fahren weiter entlang der Landesstraße L3150 in Richtung Niedenstein. Die nächste Kreuzung rechter Hand verlassend fahren Sie entlang der L3220 in Richtung Metze und weiter gerade aus folgend Richtung Wichdorf. Die Vorfahrtsstraße führt Sie weiter auf die L3219 in Richtung Niedenstein. Das Ortsschild passierend fahren Sie gerade aus, die Wichdorfer Straße entlang, bis Sie auf eine Kreuzung treffen, die Sie linker Hand in den Altenburger Weg verlassen. Der Straße weiter folgend erreichen Sie den Waldrand, der den Wanderparklatz ausweist.

ÖPNV:

Buslinie 403 den NVV, von Gudensberg über Niedenstein nach Baunatal, von Baunatal über Niedenstein nach Gudensberg (keine Fahrten am Wochenende). Die Bushaltestellen dieser Linie liegen entlang der Abkürzung der Extratour H5, die durch den Stadtkern Niedenstein führt

Kontakt

AG Habichtswaldsteig
Hattenhäuser Weg 10
34311 Naumburg