Themenweg

Habichtswaldsteig Extratour H2 (Zierenberg) -In geheimnisvoller Bergwelt-

Hattenhäuser Weg 10, 34311 Naumburg

Schwierigkeit Leicht
Länge 17 km Dauer 04:00 h
Aufstieg 707 m Abstieg 707 m
Höchster Punkt 569 m Niedrigster Punkt 299 m

Wer die Weite liebt, den immerwährenden Blick über die hügelige Landschaft des Habichtswaldes, die nach jeder Biegung des Pfades sich wandelt, der nimmt diese Tour. Sie ist ein Muss für jeden Genusswanderer und zählt sicherlich zu den Königswegen Nordhessens.

Höhenprofil

Habichtswaldsteig Extratour H2 (Zierenberg) -In geheimnisvoller Bergwelt-
Eigenschaften aussichtsreich, geologische Highlights, Rundtour
Kondition
Technik
Erlebnis
Landschaft
Beste Saison
  • Jan
  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez

Von der Infohütte gegenüber dem wanderparkplatz Dörnberg gehen wir zurück und überqueren die Straße von Zierenberg nach Calden in Richtung Schreckenberg und orientieren uns immer an der Wegekennung „H2“. Unterwegs gibt es vielfältige Informationen an den Tafeln entlang des Waldlehrpfades über die dort wachsenden verschiedenen Baumarten. Eine offene Schutzhütte lädt zu einer ersten Rast ein. Der Aufstieg zum 460 m hohen Großen Schreckenberg mit seinem 15 m hohen 100 jährigem Aussichtsturmturm wird durch einen hervorragenden Rundblick entlohnt. Von dort aus ein faszinierender Blick über das im Warmetal gelegene Zierenberg oder zum Habichtswald am Herkules bei Kassel.
Auf dem Weg bergab sehen wir noch eine Besonderheit. Es ist ein großflächiges Basaltgeröllfeld, das als die „Blauen Steine“ bezeichnet wird. Die Ursache der Farbgebung ist nicht ganz geklärt, es mag aber mit dem Lichteinfall zu tun haben, dass die grau-dunklen Steine auch bläulich wirken. Nach dem Abstieg führt uns der Weg durch Buchen- und Mischwald direkt zum Jägerpfad oberhalb des Siedlungsgebietes am Schreckenberg. Unterwegs finden wir an zahlreichen Plätzen Ruhebänke mit herrlichen Ausblicken. Auf dem schmalen Pfad gelangen wir durch ein kleines Tal an einem Wasserbehälter vorbei, die Landesstraße von Zierenberg nach Calden wieder überquerend, am Zierenberger Tunnel vorbei wieder etwas ansteigend auf den weiteren Verlauf des Jägerpfades oberhalb von Zierenberg. Die kleine Anhöhe „Giesekes Ruh’“ lädt zum Verweilen ein, um einen Blick über Zierenberg in Richtung Bärenberg zu genießen. Die Enzianhütte, eine weitere Schutzhütte am Hang, kann für eine nächste Pause eingeplant werden.

Im Heilerbachtal finden wir links auf dem Kalkmagerrasen ausgedehnte, gepflegte Wachholderbestände; die zu den bedeutendsten in Hessen zählen. Im gesamten Gebiet dieses Kalkmagerrasen kann man immer wieder seltene Orchideen entdecken. Auf dem schmalen Fußweg geht es nun bergauf zur Wichtelkirche. Die Wichtelkirche, auch Blumenstein genannt, ist ein Basaltfelsen nordwestlich des Hohen Dörnberg. Auf der Wichtelkirche lag eine kleine mittelalterliche Burg, von der leider keine baulichen Reste mehr erhalten sind. Den Namen hat dieser Felsen nach einer Sage, die eine Tafel des Eco-Pfades Archäologie dort beschreibt.

Der Weg führt uns zum Zierenberger Ortsteil Friedrichstein. Dort besteht auch eine Einkehrmöglichkeit zur Rast. Auf einem Serpentinenpfad geht es nun bergauf durch schattige Buchenwaldbestände zum 579 m Hohen Dörnberg mit einer sehr guten Aussichtsplattform. Nach Verlassen des Dörnbergplateau gelangen wir bergab über Huteweiden zur Basaltformation der Immelburg. Nach einer früheren Entdeckung eines Steinwalles lässt dieser Bereich auf eine vorchristliche Besiedlung schließen.

Am Weg lädt wieder eine Schutzhütte zum Rasten ein. Die drei hoch aufragenden markanten Basaltfelsen der Helfensteine, denen nach alten Sagen und keltischen Mythen Ruhe und Kraft nachgesagt wird, sind das nächste Ziel, von denen die Extratour auch ihren Namen hat. Von hier aus wieder eine hervorragende Sicht über Zierenberg in das Waldecker Land und in die gegenüberliegende Ebene bis zum Reinhardswald und Kassel.
Im nahe gelegenen Zentrum Helfensteine besteht wieder die Möglichkeit einer längeren Pause. Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch des im Jahr 2009 eröffneten Naturparkzentrum Habichtswald auf dem gleichen Gebäudeareal. Dort können sich Besucher über den Naturpark und dessen naturräumliche, geschichtliche und geologische Voraussetzungen sowie über Freizeit- und Veranstaltungsangebote im Bereich des Naturparks informieren. Im Eingangsbereich gibt es Informationen über alles Wissens- und Sehenswerte sowie kulinarische Erzeugnisse aus dem Bereich des Naturparks Habichtswald. Das Naturparkzentrum bietet einen besonderen Service für Menschen mit einer Gehbehinderung. Nach Voranmeldung ist dort ein einrädriger Geländerollstuhl zu mieten, mit dem mit Hilfe von mindestens drei Begleitern ein komfortabler Ausflug bzw. eine Wanderung auf dem Pfad möglich ist.

Die Extratour führt den Wanderer nun zu dem unbestritten reizvollsten Weg an dieser Strecke, dem Alpenpfad. Den vor über 60 Jahren angelegten Rundweg, der sich ohne Steigungen mit vielen Windungen eng an den Südhang schmiegt, abwechselnd durch offene Buschlandschaft und dann wieder durch schattige Fichten- und Kieferbestände führt, muss man erlebt und erwandert haben. Faszinierend sind immer wieder die weiten und abwechslungsreichen Blicke weit in das Umland. Die Hangflächen prägen vor allem Wacholder und Schwarzdorn. Noch etwas Besonderes in diesem Bereich der Extratour; Ein Märchenrastplatz wurde mit einer Metallharfe unter dem Leitgedanken „Bringen Sie die Weite der Landschaft zum Schwingen“ ausgestattet.

Am Ende dieses erlebnisreichen Weges gelangt der Wanderer wieder zum Startpunkt an der Infohütte zurück. Im Durchgang der offenen Hütte findet man noch einmal an Schautafeln Informationen über Flora und Fauna im Naturpark Habichtswald.

Startpunkt Dörnbergstraße Infohütte, 34289 Zierenberg
Anfahrt

Auto:

  • BAB A 44, Abfahrt Zierenberg
  • B 251, Abfahrt in Habichtswald
  • B 7, Abfahrt in Obermeiser
  • Aus Zierenberg in Richtung Calden fahren und nach ca. 1,5 km auf der Bergkuppe rechts zum Segelflugplatz abbiegen. Nach 200 m besteht links gegenüber der Infohütte ausreichend Parkmöglichkeit.

ÖPNV:

  • Zugverbindung Strecke Kassel-Korbach R 4 und RT 4
  • Ab Bahnhof Möglichkeit mit Anrufsammeltaxi (AST) zum Dörnberg
  • NVV-Linie 117
  • Informationen zu AST und Linie 117: Tel: 0180 234 0180

Kontakt

AG Habichtswaldsteig
Hattenhäuser Weg 10
34311 Naumburg