Grüne Nockbergekuppen und Gletscher am Großglockner, historische Wege, grenzüberschreitendePfade, liebliche Landschaften und authentische Hüttenkulinarik.
Es ist dieser Mix, der Kärnten, Österreichs südlichstes Bundesland, so reizvoll macht: großartige Panoramen und mildes Klima, 93 Berggipfel jenseits der 3000 Meter, blühende Almwiesen und Gletscher, die schroffen Felsen von Karawanken und Karnischen Alpen und die runden, grasbewachsenen Nockberge. Da ist köstliche Küche und mediterranes Flair, das größte Schutzgebiet der Alpen (der Nationalpark Hohe Tauern), da sind über 1200 Gewässer, also glitzernde Bergseen und populäre Badeseen (wie Wörthersee, Millstätter See, Faaker See, Ossiacher See, Klopeiner See, Weißensee). Und vor allem ist Kärnten auch ein vielseitiges Wanderparadies.
Wanderlust von gemütlich bis anspruchsvoll
Für Wanderer und Naturgenießer bietet Kärnten eine Fülle von Möglichkeiten: Traumtouren von leicht bis anspruchsvoll, gemütliche Slow Trails, familienfreundliche Runden am Wasser, aussichtsreiche Almwege, Hüttentouren, Wandern mit Kindern, geführte Gipfelwanderungen oder als spirituelle Impulsgeber rund 2000 Kilometer Pilgerwege, die bedeutende Wallfahrtsorte und kulturell Sehenswürdiges verbinden. Insgesamt gibt es in Kärnten ein außerordentlich großes und gut markiertes Wanderwegenetz.
Und dann sind da ja noch die Weitwanderwege. Unterwegs in hochalpinem Gelände und zwischen sanften Hügeln, entlang rauschender Bäche oder stiller Seen: Kärntens Netz aus Weitwanderwegen ist eindrucksvoll. Auf den nächsten Seiten stellen wir die schönsten vor – den Tauernhöhenweg und Nockberge-Trail, Panoramaweg Südalpen und Karnische Milchstraße, die Dobratsch Runde, Wörthersee Rundwanderweg, Via Paradiso, Vierbergeweg und natürlich den spektakulären, laaangen Alpe-Adria-Trail.
Kärntens Weitwanderwege
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Vom ewigen Eis bis zum glitzernden Meer. Dazwischen: frische Bergluft, sattgrüne Almwiesen und atemberaubende Panoramen – mit leuchtend blauen Gewässern und majestätischen Gipfeln. Der Alpe-Adria-Trail führt vom Großglockner durch Kärnten, Slowenien und Friaul-Julisch Venetien bis an die italienische Adria. Wer in Gänze diese herausfordernde Tour schaffen will, sollte sich Zeit nehmen: etwa 45 Tage. Der Alpe-Adria-Trail wendet sich ebenso an ambitionierte wie genussorientierte Weitwanderer, er verläuft vorwiegend im nicht alpinen Bereich und soweit möglich mit geringem Höhenunterschied. Wandern ohne Gepäck bietet sich an.
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Almenglück und Sternbilder: Zwischen Feistritzer Alm und Wolayerseehütte verläuft die Karnische Milchstraße – 88 Kilometer durch pure Naturidylle. Hier, am östlichen Teil des Karnischen Höhenweges, führen freundliche Pfade durch eine grüne Almlandschaft, überragt von schroffen Bergzinnen, von einer Käsealm zur nächsten. Die „Kasmacher“ mit ihren Käsekesseln repräsentieren die ganze Schönheit und Vielfalt der Landschaft, sie erzeugen ein geschmackvolles Produkt, den berühmten Gailtaler Almkäse.
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Sanfte Gipfel, weite Almen und der Duft von Zirbe und Speik: Der Nockberge-Trail führt quer durch den UNESCO Biosphärenpark Nockberge und verbindet den Katschberg mit dem Millstätter See. Verschlungene Pfade durch jahrhundertealte Zirbenwälder, dann wieder Weite und belebender Wind, das Pfeifen von Murmeltieren und üppige Blütenpracht – hier wird Wandern zum puren Genuss. Vom Stileck streift der Blick von den Hohen Tauern bis zu den Karnischen und Julischen Alpen, von den Karawanken bis zu den Niederen Tauern und den Radstädter Tauern. Unterwegs sorgen vielfältige Unterkünfte und die Thermen in Bad Kleinkirchheim für angenehmen Komfort.
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Als Teil des Zentralalpenweges „02“ und gilt der Weg als Kronjuwel der Höhenwege in der Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten. Für Trekkingeinsteiger ist die hochalpine, anspruchsvolle Hüttentour wohl noch eine Nummer zu groß, denn es geht ständig nahe bzw. direkt am Tauernhauptkamm entlang, oft über der 3000-m-Marke, teilweise auf vergletschertem Gelände. Die fordernde Tour belohnt mit atemberaubenden Panoramen, der Stille der Berge, betörendem Sternenhimmel und unendlicher Weite, während die Natur ihre Geschichten erzählt – von Steinböcken, Murmeltieren und den Bergmajestäten. Den spektakulären Abschluss bildet an der Malta Hochalmstraße der Airwalk an der Kölnbreinsperre, Österreichs höchster Staumauer. Du steht auf einer Glasfläche – und unter dir der Abgrund.
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Der kontrastreiche Panoramaweg Südalpen verbindet die schroffen Felsformationen der Karawanken mit den sanften Hügeln der Lavanttaler Alpen. Unterwegs begegnet man Schafherden, die sich an Bergkräutern laben. Garantiert sind spektakuläre Weitblicke, weitläufige Almen und malerische Seen. Gipfel und Täler: der markante Mittagskogel, das idyllische Bären- und Bodental mit dem türkisblauen Meerauge, der majestätische Hochstuhl, die imposante Koschuta-Wand und der aussichtsreiche Hochobir. Unterwegs kann man etwas über die Vergangenheit des Bergbaus lernen, Enzian bewundern, im Klopeiner See schwimmen und in die vielseitigen Kulturen der Alpenwelt eintauchen. Immer ein Highlight: das gemütliche Panoramarestaurant im Karawanken UNESCO Global Geopark.
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Unterwegs im Naturpark: Der Dobratsch Rundwanderweg führt durch Kärntens ältestes Naturschutzgebiet am Schnittpunkt dreier Kulturen. Die abwechslungsreiche Route um den 2166 Meter hohen Dobratsch beeindruckt mit seltener Flora, geologischen Highlights und historischen Bergbauorten – darunter das spektakuläre »Schütt« an der Südflanke des Berges, es ist das größte Bergsturzgebiet der Ostalpen. Man bewegt sich nicht in alpinem Gelände, und es laden immer wieder Gasthäuser zu einer Einkehr ein. Gehzeiten: zwischen 4,5 und 6,5 Stunden pro Etappe.
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Einmal rund um den Millstätter See: Der Via Paradiso verbindet in vier Etappen Seeberührung, Höhenwege und stille Rückzugsorte zu einem lässigen Weitwandererlebnis. Zwischen Lichtungen, Schluchten und Waldpfaden öffnet sich ein Panorama, das entschleunigt – und inspiriert. Unterwegs warten malerische Bauerngärten, Burgruinen, Schluchten und idyllische Badeplätze. Ein Gewinn: die bewusst gestalteten Aussichtspunkte – etwa der Sternenbalkon beim Alpengasthof Bergfried, Seeplattformen, Waldbühne, offene Uferstellen – lauter Einladungen zum Innehalten.
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Südliches Flair und purer Genuss: In vier Etappen geht es durch eine liebliche Landschaft rund um Kärntens größten See. Allerdings sind auch 1500 Höhenmeter zu bewältigen. Die Route verläuft häufig durch waldreiches Gebiet, wobei sich immer wieder herrliche Ausblicke auf den Wörthersee und die Karawanken bieten. Die Gesamtstrecke lässt sich unterteilen und flexibel mit öffentlichen Bussen, Bahn oder Wörthersee Schifffahrt (mit einer Wörthersee Plus Card gibt es 50 % Rabatt) kombinieren. Tipp: der 100 Meter hohe Aussichtsturm Pyramidenkogel in Keutschach.
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Historisches Erbe und Slow Food: Die abwechslungsreiche Tour erschließt die vier heiligen Keltenberge in den Ausläufern der Gurktaler Alpen. Zwischen malerischen Weinhängen und den traditionsreichen Bergen Magdalensberg, Ulrichsberg, Veitsberg und Lorenziberg dürfen sich erfahrene Wanderer auf geschichtsträchtige Stätten (Burgen, Ruinen, Schlösser) und Slow-Food-Erlebnisse freuen. Besonders sehenswert: der Archäologiepark Magdalensberg und der spätgotische Dom in der Marktgemeinde Maria Saal.
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