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Eine abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft in gleich zwei Naturparken, kulturelle Glanzlichter und spannende Begegnungen mit Zeugnissen der reichen Geschichte: Auf insgesamt 226 Kilometern bietet der Top Trail Hermannshöhen reichlich Naturerlebnisse. 

Was den Weg besonders macht

Wer Weitblick sucht, findet ihn auf den Hermannshöhen. Wer Natur intensiv erleben will, ebenso. Zwei historische und traditionsreiche Kammwege, der Hermannsweg und der Eggeweg, sind zu den Hermannshöhen verbunden und vereinen Landschaftserlebnis, Kulturgeschichte und stille Naturmomente auf einzigartige Weise. Das Besondere an den Hermannshöhen ist das stetige Auf und Ab entlang der Höhenzüge. Anders als in Tallagen eröffnen sich immer wieder eindrucksvolle Ausblicke. Zu den bekanntesten Aussichtspunkten zählen u. a. der Luisenturm bei Borgholzhausen, das Hermannsdenkmal bei Detmold, die Sparrenburg in Bielefeld, der Velmerstot als höchste Erhebung der Egge oder der Kaiser-Karls-Turm in Bad Driburg. 


Im münsterländischen Rheine, wo die Ems ruhig durch das Münsterland fließt, beginnt der Weitwanderweg. Von hier aus führen die Hermannshöhen Schritt für Schritt hinauf auf die Kämme des Teutoburger Waldes und weiter bis nach Marsberg im Sauerland. Zwischen diesen beiden Orten durchziehen sie zwei Mittelgebirgszüge, die nicht mit alpiner Dramatik beeindrucken, sondern mit Charakter, Fernblicken und landschaftlicher Vielfalt.

Kulturgeschichte am Wegesrand 

Die Hermannshöhen sind weit mehr als ein Naturerlebnis – sie sind eine Wanderung durch Jahrtausende europäischer Geschichte. Der Name erinnert an die legendäre Varusschlacht im Jahr 9 n. Chr., die eng mit der Region verbunden ist. Archäologische Fundstätten und moderne Museen entlang der Strecke, wie z. B. das Hörmuseum zur Stadtwüstung Blankenrode, machen Geschichte lebendig. 


Burgruinen wie die Sparrenburg, die Falkenburg und die Iburg, historische Stadtkerne und traditionsreiche Kurorte wie Bad Driburg und Horn-Bad Meinberg säumen den Weg. Wanderer entdecken westfälische Fachwerkromantik in Tecklenburg und in der mittelalterlich geprägten Hansestadt Warburg, regionale Spezialitäten und eine Gastfreundschaft, die ebenso bodenständig wie herzlich ist. 

Erdgeschichte zum Anfassen 

Wer auf den Hermannshöhen unterwegs ist, wandert zugleich durch Millionen Jahre Erdgeschichte – vielerorts tritt sie spektakulär zutage. Die magischen Externsteine bei Horn-Bad Meinberg sind dabei das wohl bekannteste Naturdenkmal: Die bis zu 40 Meter hohen Sandsteinfelsen aus der Kreidezeit ragen markant aus dem Wald und zeigen eindrucksvoll, wie Wind, Wasser und tektonische Kräfte die Landschaft formten. 


Nicht weniger beeindruckend sind die schroffen Dörenther Klippen bei Ibbenbüren oder die Teutonia Klippen, deren zerklüftete Sandsteinformationen eindrucksvolle Aussichts- 
punkte bilden. Am Canyon Lengerich, einem ehemaligen Kalksteinbruch, wird Erdgeschichte im Großformat sichtbar – hier geben steil aufragende Felswände Einblick in ein urzeitliches Meer, dessen Ablagerungen heute als Kalkstein freigelegt sind.  


Was die Hermannshöhen auszeichnet, ist ihre Balance: anspruchsvoll, aber nicht extrem. Naturnah, aber gut erschlossen. Historisch bedeutsam, aber niemals museal. Ob als mehrtägige Weitwanderung oder in einzelnen Tagesetappen: Es gibt zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten. 

Etappen: 13; Distanz: 226 km; Schwierigkeit: mittelschwer; Höhenmeter: 4690 Hm; 

Start: Bahnhof Rheine im Münsterland; Ziel: Marsberg im Sauerland;  
Charakteristik: aussichtsreich, geologisch und  kulturell interessant

  • Kontakt

    Projektbüro der Hermannshöhen, 
    Wilhelmstr. 1b
    33602 Bielefeld
    Tel. +49 (0) 521 96733250
    info@teutoburgerwald.de
    www.hermannshoehen.teutoburgerwald.de