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Der 223 Kilometer lange Heidschnuckenweg von Hamburg-Fischbek bis zur Residenzstadt Celle verbindet die schönsten Heidelandschaften der Nord- und Südheide miteinander. Er ist der nördlichsten der Top Trails of Germany. Wanderer bewegen sich in einer ursprünglichen Kulturlandschaft – eine einzigartige Naturkulisse.

Was den Weg besonders macht

Sanft hügelige Sandwege, Misch- und Kiefernwälder, Kulturstätten und mystische Moorgebiete säumen den Weg, es geht durch kleine Heidedörfer, die sich ihren ursprünglichen Charakter mit einzeln stehenden Höfen, Findlingsmauern und Feldsteinkirchen unter mächtigen Eichen bewahrt haben. Und zudem verbindet der Heidschnuckenweg mehr als 30 große und kleine Heideflächen mit Wacholderhainen.  


Die Heide ist ein faszinierendes Zusammenspiel von Natur und menschlicher Gestaltung. Damit diese offene, weite Landschaft erhalten bleibt und nicht von Sträuchern und Wald zurückerobert wird, leisten Heidschnucken einen wertvollen Beitrag. 

Sehenswertes unterwegs 

Von Buchholz in der Nordheide war es nicht weit in die Hölle. Na ja, was da furchteinflößend »Höllenschlucht« heißt, ist ein 10 Meter tiefes, lang gezogenes Trockental, mitten im Wald. Ein Relikt aus der letzten Eiszeit. 


Kurz hinter Handeloh (Etappe 2) taucht eine Art Urwald auf. Das sumpfige Tal der Seeve. Umgestürzte, bemooste Bäume, Wasserlöcher. Dann die offene Landschaft der Weseler Heide. Endlich Undeloh mit der 800 Jahren alte Feldsteinkirche St. Magdalenen.  


Von der modernen, lauten Welt ist in Wilsede  – keine Spur. Das 40-Seelen-Dorf liegt mitten im Naturschutzgebiet, dem Ersten seiner Art (seit 1922). Ein Besuch in »Dat ole Huus«, dem Heimatmuseum, lohnt. Hier wird das karge, bäuerliche Leben von vor 250 Jahren fassbar – als Mensch und Vieh unter einem Dach hausten. Heute bringen Pferdekutschen viele der Heidebesucher bis Wilsede. Der Wilseder Berg, mit 169,2 Metern höchste Erhebung der norddeutschen Tiefebene, muss dann mit eigener Kraft »erklommen« werden.  


Die Borsteler Kuhlen mit uriger Heidelandschaft, der Wietzer Berg mit dem mächtigen Lönsstein und der Blick ins  lauschige Örtzetal, der eindrucksvolle Wacholderwald bei Schmarbeck und die Kiefernwälder im Tiefental – lauter schöne Naturerlebnisse. Grandioser Abschluss: die Residenzstadt Celle mit historischer Altstadt und dem Residenzschloss. Dort fühlten sich schon die Kurfürsten und Könige von Hannover wohl. 


Ach so, und die Heidschnucken? Um 1850 hatte fast jeder Bauer seine Herde, man zählte 800 000 Tiere. Heute sind es weitaus weniger, aber sie sind weiterhin unverzichtbar: als fleißige Landschaftspfleger 365 Tage im Jahr. 

Etappen: 13; Distanz: 223 km;  
Schwierigkeit: leicht; Höhenmeter: 1174 Hm; 
Start: Hamburg-Fischbek; Ziel: Celle;  
Charakteristik: weitgehend Flachland, keine nennenswerten Steigungen

  • Kontakt

    Lüneburger Heide GmbH
    Wallstr. 4, 21335 Lüneburg
    Tel. +49 (0) 4131 3093960
    info@lueneburger-heide.de 
    www.heidschnuckenweg.de