Fernwanderweg

Naturparkweg Leine-Werra

Conrad-Hentrich-Platz 1, 37327 Leinefelde-Worbis

Auszeichnung:

Qualitätsweg

Langer Qualitätsweg

Schwierigkeit Leicht
Länge 98 km
Aufstieg 3035 m Abstieg 3150 m
Höchster Punkt 514 m Niedrigster Punkt 172 m

Folgen Sie dem roten Quadrat. Entdecken Sie einzigartige Natur, im Eibenwald oder in der Werra-Aue. Genießen Sie herrliche Aussichten. Begeben Sie sich auf die Spuren von Kultur und Tradition zu mittelalterlichen Burgen und kunstvoll verzierten Wallfahrtskapellen. Oder genießen Sie die Köstlichkeiten der Region, die für ihre traditionelle Wurstverarbeitung, ihre Obstsäfte und den Eichsfelder Schmandkuchen bekannt ist.

Höhenprofil

Naturparkweg Leine-Werra
Eigenschaften aussichtsreich, geologische Highlights, botanische Highlights, kulturell / historisch, Etappentour
Kondition
Technik
Erlebnis
Landschaft
Beste Saison
  • Jan
  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez

Der Naturparkweg Leine-Werra beginnt in Heilbad Heiligenstadt. Über die Ibergstraße geht es zum Ibergrandweg, wo am Startpunkt eine Informationstafel auf uns wartet. Dem roten Quadrat auf weißem Spiegel folgend beschreiten wir den Winfridstieg und kommen am Jahndenkmal unterhalb des Iberghauses vorbei zum Philosophenweg und zur Klöppelsklus. Wenig später überqueren wir die Straße Heiligenstadt - Kalteneber. Nach ca. 500 m biegen wir an einer Wegegabelung nach links und kommen zur Maienwand, wo sich ein Abstecher zum gleichnamigen Aussichtspunkt lohnt. Links abbiegend führt uns der Naturparkweg Leine-Werra bergab am Rand des Heiligenstädter Stadtwaldes nach Lutter. Die Ortschaft nach 5,8 km erreichend, überqueren wir die Straße und den gleichnamigen Bach bevor wir den Ort wieder verlassen. Dem roten Quadrat auf weißem Grund folgend, geht es bergan in Richtung Fürstenhagen. Den Eibenlehrpfad erreicht, geht es am Fürstenhägener Born (einer Quelle, von der sich auch die Fürstenhägener früher ihr Wasser holten) vorbei und weiter bergan nach Fürstenhagen. Vorbei am Besucherparkplatz passieren wir nach 360 m das Naturparkzentrum Fürstenhagen. Hier erwartet uns ein Erlebnisgelände für die ganze Familie. Eine Ausstellung im alten Wasserturm informiert uns über die Naturschönheiten der Region, das Naturpark-Konzept und bietet eine ideale Informationsplattform über die Angebote des Naturparks. Der weitere Wegeverlauf führt uns ca. 1,5 km entlang der alten Trasse des „Bimmelbähnchens“ (einer Bahnlinie, die von Heiligenstadt nach Schebda führte) in Richtung „Dieteröder Klippen“. Unterhalb der Straße, vorbei an blühenden Wiesen, überqueren wir nach ca. 500 m diese in Richtung Klippen. Mit ca. 510 m NN ist hier der höchste Punkt der Etappe erreicht. An den Dieteröder Klippen erwartet uns einer der imposantesten Aussichtpunkte des Naturparks. Den Lehrpfad verlassend geht es ca. 1,7 km durch ausgedehnet Laubmischwälder auf dem Naturparkweg nach Bernterode. Auf dem Weg nach Martinfeld passieren wir in einem Tal zwischen Heuberg und Bick, nahe der Wüstung Roderod, eine regionstypische Kalksinterquelle. Nach 22 Kilometern erreichen wir dann das Ziel der ersten Tagesetappe.

Die zweite Etappe beginnt in Martinfeld am Feuerwehrgerätehaus/Ortsausgang Ost Richtung Flinsberg. Nach ca. 4 km erreichen wir die bekannte Wallfahrtskapelle Klüschen Hagis, die zur Männerwallfahrt an Christi Himmelfahrt tausende Besucher anzieht. Sie steht am Ort einer ehemaligen Siedlung Bediensteter, die Ihre Arbeit auf der Burg Gleichenstein verrichteten, welche sich auf dem Felssporn westlich von Hagis erhebt. Am Rand des Westerwaldes gelangen wir über Wachstedt zum „Schweizer Häuschen“, einer Hütte zum Rasten. Gut gestärkt geht es nach Küllstedt, wo wir in der Eichsfelder Heimatstube etwas über die Ortsgeschichte und das Brauchtum der Region kennen lernen können (auf Voranmeldung). Über den Küllstedter Stationsweg, der Einblicke in die kirchlichen Traditionen gewährt, geht es weiter in Richtung Großbartloff. Auf diesem Weg ist die weithin sichtbare Kirche von Effelder, vom Volksmund auch „Eichsfelder Dom“ genannt, zu erblicken. Nach dem Abstieg von der Höhe auf einer historischen Handelstraße geht es durch den Luttergrund mit der wasserreichen Quelle „Neun Börner“, vorbei an der Luttermühle und Klostermühle. Bevor wir Großbartloff mit seinem historischen Dorfkern aus Fachwerkhäusern erreichen, gelangen wir zum Lutterwasserfall, der sich über eine ca. 10 m hohe Süsswasser-Kalksinterklippe ergießt - ein wahres Kleinod an heißen Sommertagen.

Vom Gasthof geht es durch die Laubmischwälder des Eichsfelder Westerwalds unterhalb des Heubergs nach Wilbich. Wir durchqueren das Dorf Wilbich und erreichen Geismar. Dabei haben wir häufig den Hülfensberg im Blick, den bekannten Wallfahrtsort des Eichsfelds.

Der hinaufführende Kreuzweg zeugt mit seinen Stationen vom Eichsfelder Glauben. Auf dem Berg erwartet uns ein Franziskanerkloster. Bereits vor 1360 hat hier eine Kapelle gestanden. Inzwischen gibt es die Wallfahrtskirche mit dem romanischen „Hülfenskreuz“. Berühmt sind auch die beiden großen Kreuze auf dem Hülfensberg, eines nach Hessen, eines nach Thüringen gerichtet und an Feiertagen beleuchtet. Über Döringsdorf gelangen wir zur ehemaligen Grenze und folgen dem „Grünen Band“ für etwa einen Kilometer. Schließlich führt uns der Weg hinab nach Hildebrandshausen und über den „Alten Lengenfelder Stieg“ nach Lengenfeld unterm Stein, dem Tagesziel. Dieser Ort mit dem Schloss Bischofstein (keine Besichtigungsmöglichkeit), dem Kanonenbahnviadukt, der imposanten Kirche und dem historischen Angerensemble hat eine Extrabesichtigung verdient

Mit Ihrem Start in Lengenfeld unterm Stein passieren wir schon die erste Sehenswürdigkeit - die ehemalige Eisenbahnbrücke (Inbetriebnahme 1880). Sie überspannt den Ort mit 240 m Länge und ist Teil der ehem. Kanonenbahn (Strecke Leinefelde-Geismar-Eschwege). Weiter geht es zum Aussichtspunkt Hanstein (nicht mit der Burg Hanstein bei Bornhagen verwechseln!) und immer am Waldrand des Kälberberges entlang zum „Zellaer Grund“. Wo der Naturparkweg die Straße von Lengenfeld nach Struth kreuzt, bietet sich die Möglichkeit, einen Abstecher zum Kloster Zella zu unternehmen (ca. 1 km). Heute beherbergt es ein Altenheim, der Innhof steht jedoch allen Besuchern offen. Über die Faulunger Schranne, einem imposanten Aussichtspunkt, geht es über einen Waldpfad vorbei an Eiben nach Faulungen. Nach einem kurzen Aufstieg erreichen wir das Dorf Katharinenberg. Hier erwartet uns eine romantische Kirchenruine (Wallfahrtskirche von 1520). Der Naturparkweg führt uns hinab nach Wendehausen. Vorbei an der Ortschaft Schierschwende gelangen wir zum Aussichtspunkt „Lindenhecke“ mit einem exzellenten Panoramablick. Von da führt uns der Weg immer auf der Höhe entlang, mit Blick zum Heldrastein, zur Burg Normannstein. Oberhalb der Stadt Treffurt präsentiert sich die Burg - angelegt im 14. Jahrhundert. Ein Besuch der Burg lohnt sich ebenso, wie eine Besichtigung der Stadt Treffurt - die im milden Werratalklima, mit ihren steilen Kalksteinpflasterstraßen und den historischen Fachwerkbauten ein geradezu mediterranes Flair ausstrahlt!

Nach einem Rundgang durch den mittelalterlichen Stadtkern von Treffurt mit seinen Fachwerkbauten und engen Gassen bietet sich für den Start zur nächsten Etappe der Marktplatz an. Auf unserer Wanderung entlang der Werra erwartet uns zwischen Falken und Frankenroda ein Flussabschnitt, der seinesgleichen sucht: Naturnah und unzerschnitten von Straßen bietet er einen Ort der Ruhe und Entspannung. Die bis 100 m hohen Prallhänge der Werra sind Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten - die besondere wärme liebende Vegetation begeistert nicht nur Botaniker. In der Vogelbeobachtungsstation des Naturlehrpfades Werraaue kann man mit etwas Glück die Vögel der Werraaue beobachten. Von Frankenroda führt uns der Weg durch ein Waldtal hinauf, vorbei an einem Steinbruch, auf die „Scherbdarer Platte“. Ein Aussichtstürmchen bietet ein Rundblick über die gesamte Region. Über Scherbda geht es weiter Richtung Creuzburg. Bevor wir die Stadt erreichen, können wir noch einen Abstecher zu den „Ebenauer Köpfen“ einlegen, wo uns eine imposante Kulisse aus Kalkfelsen des Werratals erwartet. In Creuzburg angelangt können wir uns vom Mittelalter einfangen lassen: Es erwarten uns z.B. die historische Burg und die Werrabrücke, die älteste Natursteinbrücke in den Neuen Bundesländer.

Mit Creuzburg haben wir das Ziel des Naturparkwegs Leine-Werra erreicht und werden die vielen Eindrücke, die wir auf der Wanderung durch den Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal gewonnen haben, gerne mit nach Hause nehmen.

Startpunkt Ibergstraße, 37308 Heilbad Heiligenstadt
Endpunkt Auf der Burg, 99831 Creuzburg
Anfahrt

Auto: A 38 Ausfahrt Heiligenstadt, weiter auf B 80 / L 3080 entlang der Ibergstraße, ca. 100 m Fußweg

ÖPNV: Zug: Bahnhof Heilbad-Heiligenstadt, Bus: Stadtbuslinie B bis Rathaus, dann auf Linie A umsteigen, Haltestelle Theodor Storm Schule aussteigen, ca. 450 m Fußweg Richtung Ibergstraße bis Startpunkt.

Kontakt

HVE Eichsfeld Touristik e.V.
Conrad-Hentrich-Platz 1
37327 Leinefelde-Worbis