Wandern, durchatmen und wohlfühlen – all das bietet der Weserbergland-Weg. Der vom Deutschen Wanderverband als »Qualitätsweg Wanderbares Deutschland« zertifizierte Fernwanderweg ist die perfekte Auszeit vom Alltag. Auf 225 Kilometern führt die Route in 13 abwechslungsreichen Etappen von der Drei-Flüsse-Stadt Hann. Münden bis zur Porta Westfalica. Was ihn so reizvoll macht? Die atemberaubenden Weitblicke, die unberührte Natur und die absolute Ruhe. Menschenmassen und Hektik sucht man hier vergeblich.
Von Fachwerkjuwelen in märchenhafte Wälder
Schon der Startpunkt in Hann. Münden gleicht einer Zeitreise. Dort, wo sich Werra und Fulda zur Weser vereinen, erzählen in der Altstadt mehr als 700 liebevoll restaurierte Fachwerkjuwele aus sechs Jahrhunderten von einer glanzvollen Epoche. Das prächtige gotische Rathaus ist ein herausragendes Beispiel für die kunstvolle Architektur der »Weserrenaissance«, die den Weg immer wieder säumt. Hier, wo einst der legendäre Wanderchirurg Doktor Eisenbarth wirkte, beginnt die Reise.
Die ersten Etappen eignen sich ideal zum Einlaufen. Weiche Waldwege führen in den sagenumwobenen Reinhardswald, vorbei an knorrigen Eichen und sanften Wiesen. Bald darauf bietet sich ein wahrlich märchenhafter Anblick: die Sababurg. Schon die Gebrüder Grimm waren von dieser Gegend verzaubert, weshalb das eindrucksvolle Gemäuer heute als das Schloss von Dornröschen gilt. Die Route führt weiter bis in die »weiße Barockstadt« Bad Karlshafen. Hier lohnt sich ein Abstecher auf den nahen Weser-Skywalk, der aus luftiger Höhe ein grandioses Panorama über das Wesertal und die historische Hafenanlage der einstigen Hugenottenstadt eröffnet.
Auf dem Weserbergland-Weg gibt es wahrlich ein ums andere Mal Märchenhaftes zu erleben.
Naturpark Solling-Vogler und sagenhafte Begegnungen
Auf dem Weg gen Norden taucht der Weserbergland-Weg tief in den Naturpark Solling-Vogler ein. Wandernde durchqueren lebendige Hutewälder, in denen Auerochsen und Exmoorponys für eine natürliche Pflege der Eichenwälder sorgen. Ein besonderes Naturhighlight ist das jahrtausendealte Hochmoor Mecklenbruch, das sich trockenen Fußes über atmosphärische Holzstege erkunden lässt. Bei Holenberg öffnet sich schließlich eine sanft hügelige Landschaft, die von Kennern liebevoll »Toskana des Nordens« genannt wird.
In Bodenwerder werden Sagen lebendig: Hier lassen sich die Spuren des weltberühmten Barons von Münchhausen verfolgen. Das sehenswerte Museum erinnert an seine verrückten Abenteuer, wie den legendären Ritt auf der Kanonenkugel. Beschwingt führt die Route weiter, teils auf historischen Treidelpfaden direkt am Wasser, über die Ottensteiner Hochebene und vorbei an blühenden Rapsfeldern. Das prächtige Schloss Hämelschenburg, ein absoluter Star der Weserrenaissance, kündigt schließlich die Rattenfängerstadt Hameln an. Dort verzaubert die Sage um den geheimnisvollen Flötenspieler, der im Jahr 1284 erst die Ratten und dann 130 Kinder aus der wunderschönen Altstadt lockte, bis heute die Besucher.
Ein furioses Finale mit Weitblick
Das letzte Drittel des Weserbergland-Weges hält landschaftliche Höhepunkte der Extraklasse bereit. Ein absolutes Muss sind die gewaltigen Hohenstein-Klippen im Süntel. Die steil abfallenden Felsformationen bieten spektakuläre Aussichten weit in die Täler des Weserberglands hinein. Über das traditionsreiche Ausflugslokal Paschenburg bei Rinteln und vorbei an der majestätischen Burg Schaumburg, die hoch oben auf dem Nesselberg thront, reiht sich ein Panoramablick an den nächsten.
Die erlebnisreiche Reise gipfelt in einem wahren Höhepunkt: Das monumentale Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Wittekindsberg markiert die Porta Westfalica. Hier, wo sich die Weser eindrucksvoll ihren Weg in die norddeutsche Tiefebene bricht, endet die Wanderung. Hinter einem liegen 225 Kilometer voller Weitblicke, Naturwunder und wahrhaft märchenhafter Erlebnisse.
Sorgenfrei wandern
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Digitale Planung & Prospekte
Das kostenlose Weserbergland-Weg-Serviceheft bietet detaillierte Kartenausschnitte inklusive Wegeverlauf, Höhenprofilen, Streckenbeschreibungen und einem Unterkunftsverzeichnis.
Zur digitalen Tourenplanung stehen der interaktive Tourenplaner sowie alle GPX-Daten auf der Internetseite zur Verfügung. Unterwegs navigieren Sie ganz bequem mit der kostenfreien Weserbergland-App (erhältlich im App Store für iOS und im Google Play Store für Android).
Etappen: 13; Distanz: 225 km;
Schwierigkeit: mittelschwer; Höhenmeter: 6259 Hm;
Start: Hann. Münden;
Ziel: Porta Westfalica;
Charakteristik: abenteuerlich unterwegs auf den Spuren von Sagen und Märchen
Kontakt
Weserbergland Tourismus e. V.,
Deisterallee 1, 31785 Hameln,
Tel. +49 (0) 5151 93000;
www.weserberglandweg.de;
info@weserberglandweg.de