Erlebnis-Wanderweg Siedelsbrunn

Beschreibung


Wegbeschreibung

Die Wanderung beginnt am Naturpark-Parkplatz „Hardberg“ am südlichen Ortseingang von Siedelsbrunn. Am Bürgerhaus biegt der Weg links ab und führt mit der Markierung "Si 6" über den Forsthausweg ins Zentrum von Siedelsbrunn. Die Ersterwähnung von Siedelsbrunn findet sich in einer Urkunde bezüglich der Berichtigung des Lorscher Wildbannes zugunsten des Bistums Worms vom 18. August 1012 als „ad Sidilines brunnon“.

Am „Drei-Röhren-Brunnen“ vorbei gelangen wir zum Boschweg, der uns aus dem idyllisch gelegenen Ort in den Boschwald führt. Auf schmalen Waldwegen, mit Blick in das Eiterbachtal – der von Erlen besäumte munter plätschernde Bach hat hier noch alle Freiheiten -, kommen wir zum Krötenbrunnen. Der Eiterbach begleitet uns bis zur hessisch-badischen Landesgrenze an den Naturpark-Parkplatz „Lichtenklingen“. Wir gehen bergauf – auf der linken Seite sehen wir die ersten Häuser des Ortes Eiterbach – und erreichen in einer Lichtung unterhalb des Hardbergs den Lichtenklinger Hof. Von Kelten wissen wir, dass sie immer dort siedelten, wo sie frisches Wasser vorfanden. Quellen waren ihnen heilig und oft Stätten ihrer Götterverehrung. Auch von Lichtenklingen nimmt man an, dass dieser Ort ihnen bekannt war, zumal der Name „Eiterbach“ keltischen Ursprungs ist und „Euteraha = Lebensfluss heißt.

Der genaue Zeitpunkt der Errichtung der Kapelle ist unbekannt. Vermutlich waren es Mönche aus dem Kloster Lorsch, die sie im 13. Jahrhundert errichteten und das umliegende Land urbar machten. Die Ersterwähnung der Kapelle stammt von 1387. Zu dieser Zeit war sie Stätte einer Marienwallfahrt und Karmelitermönche aus Weinheim versahen den Gottesdienst. Mit Einführung der Reformation in der Kurpfalz fiel Lichtenklingen 1556 den Reformierten zu. Die Bewohner von Abtsteinach wurden nach Wald-Michelbach eingepfarrt und die Wallfahrten untersagt. Der Legende nach sollen zu dieser Zeit ein paar beherzte Unter-Abtsteinacher des Nachts nach Lichtenklingen gekommen sein, um die Muttergottesfigur mit dem Jesuskind auf dem Arm aus der verwaisten Kapelle zu holen und um sie in ihrer Kapelle in Unter-Abtsteinach aufzustellen. Aber trotz Bewachung war die Statue am nächsten Morgen verschwunden. Nach langem Suchen fand man sie endlich an ihrem angestammten Platz in Lichtenklingen wieder. Auch ein zweites und ein drittes Mal kehrte die Heiligenfigur nach Lichtenklingen zurück. Erst als die Gläubigen sie ein viertes Mal geholt hatten, blieb sie an der neuen Stätte ihrer Verehrung. Als 1563 in Lindenfels eine Feuerbrunst wütete, gestattete der Kurfürst den betroffenen Bürgern, Baumaterial von der Lichtenklinger Kapelle herbeizuschaffen.

Unser Weg führt uns weiter durch den Wald hinauf zur „Steinernen Bank“, von der wir den Blick in das Eiterbachtal genießen. Diese 4,5 m lange, aus Buntsandstein gearbeitete Bank, ist ein schönes Beispiel für die zahlreichen Gebrauchsgegenstände, die aus dem relativ weichen Gestein gefertigt wurden. Von hier sind es nur noch 500 m zur Stiefelhütte, die zu den wenigen bewirtschafteten Hütten im Odenwald gehört (täglich außer Donnerstag). Der Wanderweg, der an mehreren Stellen schöne Ausblicke auf den südlichen Vorderen Odenwald und die Rheinebene bietet, biegt aber schon vorher rechts ab und bringt uns über die Stiefelhöhe und den anschließenden Hardberg zurück zum Freizeitgelände am Bürgerhaus in Siedelsbrunn.


Begehbarkeit

Ganzjährig


Tourmarkierung

"Si 6"

Start & Ziel

Die Wanderung führt durch das Naturschutzgebiet Eiterbachtal zur Kapellenruine Lichtenklingen und über die Stiefelhütte zurück nach Siedelsbrunn mit schönen Ausblicken auf den südlichen Vorderen Odenwald und die Rheinebene.


Startpunkt

Weinheimer Straße - Naturparkplatz „Hardberg“, 69483 Waldmichelbach-Siedelsbrunn


Bundesland

Hessen


Region

Odenwald


Verkehrsanbindung Start

Auto:
Der Parkplatz liegt am Ortsausgang von Siedelsbrunn.
in Richtung Ober-Abtsteinach direkt an der L535.

Bahn/ÖPNV:
Regionalbus 681 Weinheim-Gras-Ellenbach, Haltestelle Tierpark.
Regionalbus 683 Birkenau-Wald-Michelsbach, Haltestelle Post
(von dort zu Fuß zum Ortsausgang).
Regionalbus 686 Heppenheim-Wald-Michelbach, Haltestelle Post.

Anforderungen

Länge: 11 km

Dauer der Tour: 4 Std

Dauer der Tour (zügig): 3 Std

Tiefster Punkt: 338 m

Höchster Punkt: 545 m

Höhenmeter bergab: 385 m

Höhenmeter bergauf: 385 m


Routencharakter

naturvergnügen


Anforderungen

 NieSeltenHäufigDurchgehend
Anforderung SteilheitX
Anforderung TrittsicherheitX
Anforderung SchwindelfreiheitX

Unterwegs


Sehenswert Unterwegs

Kapellenruine Lichtenklingen


Einkehrmöglichkeiten

Siedelsbrunn
Hotel Morgenstern
Weinheimer Str. 51
69483 Wald-Michelbach
Tel.: 06207 94010
Gaertner.Siedelsbrunn@t-online.de
Einkehr und Übernachtung

Cafe Jäger
Weinheimer Str. 30
69483 Wald-Michelbach
Tel.: 06207 2716
Einkehr und Übernachtung

Hotel Maienhof
Forsthausweg 1
69483 Wald-Michelbach
Tel.: 06207 2667
Einkehr und Übernachtung

Haus „Schöne Aussicht“
Mühlweg 11
69483 Wald-Michelbach
Tel.: 06207 2705
Übernachtung

Stiefelhütte
Zur Stiefelhöhe
69253 Heiligkreuzsteinach
Tel.: 06220 1466

Service


Wanderkarte

Name: TF 20-9 Der Überwald, Maßstab: 1:20.000

Herausgeber: Hess. Landesamt f. Bodenmanagement und Geoinformation
ISBN: 3-89446-293-0


Autor

Odenwaldklub e.V.

Kontakt


Ansprechpartner

Odenwaldklub e.V.

Prinzenbau im Staatspark Fürstenlager
64625 Bensheim
Telefon: 06251 / 855856
Telefax: 06251 / 855858



Verkehrsamt Wald-Michelbach

In der Gass 17
69483 Wald-Michelbach
Telefon: 06207 947-111



Verkehrsverein Siedelsbrunn

Gerd Schwebel
Obergasse 21
69483 Wald-Michelbach
Telefon: 06207 87392
Telefax: 06207 87392



Bilder und Dokumente

Barbara Grünewald, Quelle: Hess.Landesvermessungsamt Top.Karte 1:50.000 Hessen Rainer Türk  

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