Boden-Geo-Pfad

Beschreibung


Wegbeschreibung

Der Lehrpfad besteht aus zwei Teilbereichen, den Sperenberger Gipsbrüchen und den Klausdorfer Tongruben. Beide Teile können auch unabhängig voneinander begangen werden. Das Markierungszeichen ist ein stilisierter Tausendfüßer mit dem Schriftzug Boden-Geo-Pfad. Zudem wird der Lehrpfad markiert durch einen grünen Diagonalbalken auf weißem Grund.

Startpunkt für die Sperenberger Gipsbrüche ist die Gipsstraße 12 in Sperenberg. Hier befindet sich auch die erste Hinweistafel. Durch einen Hohlweg gelangen wir nach etwa 300 m zum „Tiefbau 1“, einem ehemaligen Grubengewässer. Hier beschreibt eine Infotafel die Geschichte des Gipsabbaus und erläutert die Entstehung der „Tiefbauten“.
Der Uferkante folgend führt der Weg in eine Schlucht, die von Gipsfelsen gesäumt ist. Über einige Stufen gelangen wir zum „Panoramaweg“, dem Weg, der an der oberen Böschungskante der ehemaligen Gipstagebaue entlang führt und der gute Aussichten bietet. Nach etwa 500 m erreichen wir den höchsten Punkt des Lehrpfades, den 79,8 m hohen Gipsberg. Die Aussicht wird nochmals durch eine 8 m höhere Aussichtsplattform verbessert, die an einem Telefongittermast angebracht wurde. Von hier schaut der Besucher auf eine kuppig-hügelige Landschaft, die ihre Oberflächengestalt durch die letzte Eiszeit und durch den immer noch aufsteigenden Sperenberger Salzstock erhalten hat. Auf dem Gipsberg befinden sich zwei weitere Informationstafeln und eine Grube, die das Bodenprofil einer Parabraunerde sichtbar macht.

Den Weg weiter folgend erreichen wir nach etwa 150 m einen Feldweg, dessen Verlauf durch eine Windschutzhecke markiert ist. Wir wechseln auf den Feldweg und folgen ihn nach rechts. Wir erreichen nach etwa 1 km eine Waldkante. Hier befindet sich eine weitere Infotafel (Station 5), die als Bodenart ein Kolluvisol beschreibt. Neben der Infotafel befindet sich ein Bodenprofil. Von hier aus können wir später dem Weg nach Klausdorf folgen, der links abbiegt. Wir überqueren den Weg und folgen zunächst weiter dem Markierungszeichen und gelangen nach etwa 250 m zum Faulen Luch. Hier erläutert eine Infotafel das Niedermoor. Wir gehen zurück und folgen dem Markierungszeichen. Nach 200 m erläutert die letzte Infotafel in den Sperenberger Gipsbrüchen und ein angelegtes Bodenprofil die für Brandenburg typische Braunerde. Der Weg führt zurück zur Gipsstraße. Nach etwa 500 m ist auf der linken Wegseite ein kleines Wäldchen zu sehen, in dem sich ein Gewässer befindet. Hierbei handelt es sich um den einzigen natürlich entstandenen Erfall Brandenburgs.

Nach weiteren 200 m erreichen wir den „Tiefbau 3“. Am Ende des Gewässers folgen wir dem Weg der rechts abzweigt. Nach weiteren 150 m folgen wir dem Weg der nach links abzweigt. Zunächst führt der Weg durch einen lichten Wald und erreicht nach etwa 300 m eine große Lichtung. Rechts erkennen wir die ehemalige Abbaukante die durch Gipsfelsen markiert wird. Geradezu befindet sich der „Tiefbau 2“. Eine Metallstele weist darauf hin, dass zwischen 1867 und 1871 hier die ehemals tiefste Bohrung der Welt angelegt wurde. In dieser 1.271,45 m tiefen Bohrung wurde die geothermische Tiefenstufe ermittelt. Sie besagt, dass alle 33,7 m die Temperatur in der Tiefe um jeweils 1°K zunimmt. Wir folgen dem Weg zwischen der ehemaligen Abbaukante und dem „Tiefbau 2“ und erreichen unseren Ausgangspunkt nach etwa 450 m.
In den Klausdorfer Tongruben gibt es zwei Starttafel. Eine befindet sich in Rehagen an der Kreuzung Ziegelstraße/Draisinenbahn. Dieser Standort ist der Ausgangspunkt für Wanderer, die mit der Draisine anreisen wollen. Die zweite Starttafel befindet sich in Klausdorf in der Bahnhofsstraße 10. Direkt neben der Starttafel erläutert eine zweite Tafel die Herstellung und Nutzung der Klausdorfer Tonziegel.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gehen wir in den Gipsweg. Er trägt seinen Namen, da über diesen Weg der Gips aus Sperenberg nach Klausdorf zum Mellensee transportiert und in Schiffe verladen wurde. Nach 100 m verlassen wir den Gipsweg und folgen dem Weg nach links. Nach 150 m erreichen wir einen ehemaligen Ringofen, der heute als Fledermausquartier dient. Hier erläutert eine Infotafel die Funktionsweise des Ringofens. Wer Interesse an der Geschichte der Ziegelindustrie hat folgt der Markierung bis zur Klausdorf – Sperenberger Chaussee. Links und rechts des Weges finden sich ehemalige Maschinenhäuser, Brückengewölbe, ehemalige Streichplätze für die Ziegelherstellung und Tongruben.

Wir gehen zurück auf den Gipsweg und folgen dem Markierungszeichen. Das unscheinbare Gebäude im Gipsweg 6 ist die ehemalige Ziegeleibesitzervilla Hornemann.
Nach etwa 1,5 km erreichen wir links des Weges eine ehemalige Deponie. Eine Infotafel informiert uns über die Entstehung, Gefährdungen und über die Rekultivierung der Deponie. Wir folgen weiter dem Gipsweg und erreichen nach 400 m eine Wegegabelung. Wir folgen dem rechts abbiegenden Weg und gehen 750 m durch eine Allee. Am Ende der Allee halten wir uns rechts und erreichen eine Sandgrube. Eine Informationstafel informiert hier über die Braunerde, dem Charakterboden Brandenburgs.

Wir folgen dem Markierungszeichen und erreichen nach 300 m eine ehemalige Tongrubenkante. Über eine Treppe gelangen wir auf einen Weg, dem wir nach rechts folgen. Der Weg führt durch die ehemaligen Tongruben. An beiden Seiten des Weges sehen wir Gewässer, die in den ehemaligen Gruben entstanden sind. Nach etwa 1,5 km erreichen wir wieder die Bahnhofstraße in Klausdorf. Die Klausdorfer Tongruben und die Sperenberger Gipsbrüche sind durch zwei Wanderwege miteinander verbunden. Einer der Verbindungswege führt von Klausdorf über die Bahnhofstraße, Zossener Straße zur Alten Neuendorfer Straße und folgt bis Sperenberg dem 66-Seen-Wanderweg. Er hat eine Länge von 2,5 km. Der zweite Verbindungsweg führt von den Sperenberger Gipsbrüchen und der beschriebenen Station 5 nach Klausdorf. Der Weg folgt zunächst der Waldkante. Nach 700 m queren wir eine Stromleitung und erreichen nach weiteren 650 m die Chaussee von Sperenberg nach Klausdorf. Wir überqueren die Chausse und befinden uns auf dem Gipsweg in Richtung Klausdorf. Nach 1.700 m erreichen wir den Startpunkt in Klausdorf.


Begehbarkeit

Bevorzugte Wanderzeiten sind das Frühjahr (April/Mai) und der Herbst (September/Oktober)


Tourmarkierung

Stilisierter Tausendfüßler mit Schriftzug Geo-Boden-Pfad (Siehe Logo)

Start & Ziel

Der Lehrpfad stellt den Boden als lebenswichtiges Naturgut vor und informiert über die Entstehung und Nutzung der Sperenberger Gipsbrüche und der Klausdorfer Tongruben. Ungewöhnlich für Brandenburg sind die Reliefvielfalt und das Vorhandensein von Gipsfelsen. Der Wanderweg führt durch eine außergewöhnlich abwechslungsreiche reizvolle Landschaft. Beste Aussichten bietet ein Aussichtsturm auf dem Gipsberg bei Sperenberg.


Startpunkt

Gipsstraße 12, 15838 Mellensee


Bundesland

Brandenburg


Region

Fläming


Verkehrsanbindung Start

Auto: 1. Startpunkt: Am Mellensee OT Sperenberg, Gipsstraße 12 PKW-Parkplätze: Gipsstraße 10 (Heraklith) und Neuendorfer Straße (Am Strandbad)

2. Startpunkt: Am Mellensee OT Klausdorf; Bahnhofsstraße 10 PKW-Parkplatz: Bahnhofstraße 10

 

Bahn/ÖPNV: Bahnhof Zossen (von Berlin mit RE 3 oder RE 7) Weiterfahrt mit dem Bus nach Sperenberg; Station „Klausdorfer Chaussee“ (Bus 770; 771 und 791) ca. 750 m Fußweg bis zum Startpunkt Sperenberg

oder

Bahnhof Zossen (von Berlin mit RE 3 oder RE 7) Weiterfahrt mit dem Bus nach Klausdorf; Station „Amt Am Mellensee“ nähe Bahnhofstraße; ca. 400 m Fußweg bis zum Startpunkt Klausdorf (Bus 771 und 791); Station Klausdorf „Dorfaue“ ca. 850 m Fußweg bis zum Startpunkt Klausdorf (Bus 770).

 

Anforderungen

Länge: 16 km

Dauer der Tour: 5 Std

Dauer der Tour (zügig): 4 Std

Tiefster Punkt: 35 m

Höchster Punkt: 80 m

Höhenmeter bergab: 45 m

Höhenmeter bergauf: 45 m


Routencharakter

kulturerlebnis, naturvergnügen


Anforderungen

 NieSeltenHäufigDurchgehend
Anforderung SteilheitX
Anforderung TrittsicherheitX
Anforderung SchwindelfreiheitX

Unterwegs


Sehenswert Unterwegs

Bodenprofile am Boden-Geo-Pfad
Heimatmuseum Sperenberg in der Karl-Fiedler-Straße 1 in Sperenberg.
Kirche Sperenberg aus dem Jahre 1753
Naturschutzgebiet Sperenberger Gipsbrüche
Ringofen Klausdorf am Boden-Geo-Pfad
Ständige Ausstellung zur Geschichte der Königlich-Preußischen-Militäreisenbahn im Bahnhof Sperenberg
Stele zur Erinnerung an ehemals tiefste Bohrung der Welt am Tiefbau 2 in den Sperenberger Gipsbrüche
Ziegeleibesitzervillen in Klausdorf


Einkehrmöglichkeiten

Sperenberg
Unter den Linden
Bahnstraße 1 a
15838 Am Mellensee / OT Sperenberg
Tel: (033703) 7263
Nur Einkehr

Eiscafe am Strandbad
Seestraße 10 a
15838 Am Mellensee / OT Sperenberg
Tel: (033703) 71057
Nur Einkehr

Klausdorf
Mellenseeterassen
Zossener Straße 36
15838 Am Mellensee / OT Klausdorf
Tel: 033703-69569
Nur Einkehr

„Zur Heimat“
Alte Neuendorfer Straße 1
15838 Am Mellensee / OT Klausdorf
(033703) 7502
Einkehr und Übernachtung

Hotel Seeblick
Straße nach Wünsdorf 3
15838 Am Mellensee / OT Klausdorf
marlieskonzack@aol.com
Tel: (033703) 770 01
Einkehr und Übernachtung

 

 

Service


Wanderkarte

Baruth/Mark (L3946)
Maßstab: 1 : 50.000

Herausgeber: Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg


Autor

Landkreis Teltow-Fläming

Carsten Preuß
Telefon: (03371) 6082415
Telefax: (03371) 6082415


Kontakt


Ansprechpartner

Kreisverwaltung Teltow-Fläming

Carsten Preuß
Am Nuthefließ 2
14943 Luckenwalde
Telefon: (03371) 6082415
Telefax: (03371) 6089170



Tourismusverband Fläming e. V.

Traugott Heinemann-Grüder
Küstergasse 4
14547 Beelitz
Telefon: (033204) 6287-0
Telefax: (033204) 6287-61



Bilder und Dokumente

Kreisverwaltung Teltow-Fläming Carsten Preuß T_420a.jpg

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