Das Projekt „Smart Wood“ soll den Naturpark Arnsberger Wald mit digitalen Mitteln erlebbar machen und anschaulich vermitteln, wie sich der Klimawandel auf Wald und Landschaft auswirkt. Herzstück wird ein virtueller Ranger sein, der per Augmented-Reality-App an verschiedenen Stationen erscheint und interaktiv zu Themen wie Waldumbau, Baumarten, Borkenkäfer und nachhaltiger Holznutzung informieren wird.

Ausgangslage

Wie viele Waldgebiete in Deutschland ist auch der Naturpark Arnsberger Wald stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Trockenheit, Stürme und Borkenkäfer haben großflächige Schäden verursacht und machen einen langfristigen Waldumbau notwendig. Gleichzeitig besteht ein hoher Bedarf, Besucher*innen und die regionale Bevölkerung über diese Veränderungen und Anpassungsstrategien zu informieren. Die Nachfrage nach Führungen ist groß, kann von den Ranger*innen vor Ort jedoch nicht vollständig gedeckt werden.

Smartphone
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Umsetzung

Mit „Smart Wood“ entsteht im Naturpark Arnsberger Wald eine digitale Erlebniswelt, die Naturerleben, Umweltbildung und Klimaanpassung innovativ verbinden wird. Herzstück soll ein virtueller Ranger sein, der Besucher*innen an verschiedenen Stationen im Naturpark vertiefende Informationen vermittelt, etwa zu den Folgen des Klimawandels, zum Waldumbau, zu neuen Baumarten oder zur Bedeutung des Werkstoffs Holz.
Über eine begleitende Webseite werden Interessierte sich bereits vorab über den aktuellen Zustand des Waldes informieren, Entwicklungen verfolgen und Anregungen für eigene Naturerlebnisse erhalten können.


Vor Ort wird eine Augmented-Reality-App die Inhalte erlebbar machen: Wer an Infotafeln angebrachte QR-Codes scannt, erhält digitale Zusatzinformationen. Der virtuelle Ranger soll detaillierte Einblicke geben, zum Beispiel in das Ausbreitungsverhalten des Borkenkäfers oder in die Entwicklung eines Waldbestands in den nächsten Jahrzehnten. Solche Prozesse sind für Ranger vor Ort nicht jederzeit physisch vorzeigbar, lassen sich digital jedoch anschaulich darstellen.


Das Angebot wird es ermöglichen, die komplexen Zusammenhänge im Wald besser zu verstehen, gerade für Menschen, die draußen unterwegs sind und sonst nicht genau wissen, was im Wald gerade passiert. Unterschiedliche Zielgruppen sollen gezielt angesprochen werden: Kinder und Familien erhalten einen spielerischen Zugang, während Interessierte mit tiefergehendem Wissen versorgt werden. Auf diese Weise wird die gesamte Bandbreite von Naturinteressierten abgeholt.

 

Der digitale Ranger wird die Arbeit der Ranger*innen vor Ort ergänzen und die Wissensvermittlung unabhängig von geführten Touren erweitern. Bestehende Datenbestände sollen genutzt, mit neuen Inhalten verknüpft und gemeinsam mit regionalen Partner*innen weiterentwickelt werden. So soll das Projekt dazu beitragen, die Akzeptanz für notwendige Anpassungsmaßnahmen zu erhöhen und den Naturpark als attraktiven Bildungs- und Erlebnisort zu stärken.