Beim Blutsaugen können Zecken weltweit über 50 verschiedene Krankheitserreger übertragen, darunter FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis-)Viren und Borreliose-Bakterien (Borrelien). Hat eine infektiöse Zecke zugestochen, wird das FSME-Virus sofort übertragen."

Was ist FSME?

Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist eine Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems, ausgelöst durch das FSME-Virus. Die Bezeichnung „Frühsommer“ ist dabei irreführend, da Zecken beinahe ganzjährig aktiv sind und das Virus übertragen können. Die Erkrankung ist nicht mit Medikamenten heilbar und kann in einzelnen Fällen sogar tödlich verlaufen. Impfen ist der beste Schutz vor FSME. 

Wie verläuft eine FSME-Erkrankung?

Eine FSME ist durch ihren zweiphasigen Verlauf gekennzeichnet. Dieser beginnt in der Regel mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. In einer möglichen zweiten Erkrankungsphase ist eine Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems möglich. Vermehrt sich das Virus in Gehirn und Rückenmark, kann es zu schweren Verläufen mit bleibenden neurologischen Ausfällen kommen. Folgen können dauerhafte Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen sein.

Kennzeichnend für eine Frühsommer-Meningoenzephalitis ist ihr zweiphasiger Verlauf.

Was ist Borreliose?

In Deutschland sind Borreliose-Bakterien (Borrelien) die am häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheitserreger. Die Erkrankung kann die Haut, das Nervensystem und die Gelenke betreffen. Eine Borreliose ist im Frühstadium gut mit Antibiotika behandelbar. Anders als bei FSME gibt es gegen Borreliose noch keinen Impfstoff für den Menschen.

Wie verläuft eine Borreliose-Erkrankung?

Im Frühstadium der Borreliose zeigt sich meist die typische Wanderröte, eine ringförmige Rötung um die Einstichstelle. Nach einem Zeckenstich kann es bis zu 28 Tage dauern, bis diese Rötung sichtbar wird. Zudem können Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen auftreten. Ist das Nervensystem betroffen, kann es zu einer Gesichtslähmung, einer Nervenwurzel- oder einer Hirnhautentzündung kommen. Wird die Erkrankung erst später diagnostiziert, können die Borrelien bereits bleibende Schäden wie chronische Gelenkentzündungen oder Herzprobleme verursacht haben.

 

Weiterführende Informationen zu den Erkrankungen FSME und Borreliose gibt es auf www.zecken.de.

Mit freundlicher Unterstützung der Pfizer Pharma GmbH.