Beim Blutsaugen können Zecken über 50 verschiedene Krankheitserreger übertragen, darunter FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis-)Viren und Borrelien (Bakterien, die die Lyme-Borreliose verursachen) 

Was ist FSME?

Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist eine Erkrankung der Hirnhäute und des zentralen Nervensystems, ausgelöst durch das FSME-Virus. Die Bezeichnung „Frühsommer“ ist dabei irreführend, da Zecken beinahe ganzjährig aktiv sind und das Virus übertragen können. Die Erkrankung ist nicht mit Medikamenten heilbar und kann in einzelnen Fällen sogar tödlich verlaufen. Impfen ist der beste Schutz vor FSME. Mit über 700 gemeldeten FSME-Fällen wurde im Jahr 2020 ein neuer Höchststand seit Beginn der Meldepflicht im Jahr 2001 erreicht.1

 

Wie verläuft eine FSME-Erkrankung?

Eine FSME ist durch ihren zweiphasigen Verlauf gekennzeichnet. Dieser beginnt in der Regel mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Eine FSME-Erkrankung ist daher anfangs nicht immer leicht zu erkennen, da die ersten Symptome oft denen einer Grippe ähneln. Nach einer kurzen symptomfreien Phase folgt eine mögliche zweite Erkrankungsphase. In dieser ist eine Entzündung der Hirnhäute und des zentralen Nervensystems möglich. Typische Symptome hierfür sind hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und ein steifer Nacken. Vermehrt sich das Virus in Gehirn und Rückenmark, kann es zu schweren Verläufen mit bleibenden neurologischen Ausfällen kommen. Folgen können dauerhafte Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen sein.

Kennzeichnend für eine Frühsommer-Meningoenzephalitis ist ihr zweiphasiger Verlauf. 

Was ist Lyme-Borreliose?

In Deutschland sind Borrelien die am häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheitserreger. Borrelien befinden sich im Darm der Zecke und werden ab einer Saugdauer von 12 bis 24 Stunden in die Einstichwunde übertragen. Eine Lyme-Borreliose kann die Haut, das Nervensystem und die Gelenke betreffen. Gegen die Erkrankung gibt es für den Menschen bisher keine Impfung. Eine Lyme-Borreliose kann aber, sofern sie rechtzeitig erkannt wird, mit Antibiotika behandelt werden. Im Gegensatz zur Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, gibt es für Borreliose allerdings keine bundesweite Meldepflicht.

Wie verläuft eine Lyme-Borreliose?

Im Frühstadium der Lyme-Borreliose zeigt sich meist die typische Wanderröte, eine ringförmige Rötung um die Einstichstelle. Nach einem Zeckenstich kann es bis zu 30 Tage dauern, bis diese Rötung sichtbar wird. Zudem können Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen auftreten. Ist das Nervensystem betroffen, kann es zu einer Gesichtslähmung, einer Nervenwurzel- oder einer Hirnhautentzündung kommen. Wird die Erkrankung erst später diagnostiziert, können die Borrelien bereits bleibende Schäden wie chronische Gelenkentzündungen oder Herzprobleme verursacht haben.

Weiterführende Informationen zu den Erkrankungen FSME und Lyme-Borreliose gibt es auf www.zecken.de.

1 Robert Koch-Institut: FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: Januar 2021). Epid Bull 2021; 9: 3-20.

Mit freundlicher Unterstützung der Pfizer Pharma GmbH.