Wandern aktiviert das Immunsystem, beeinflusst positiv den Cholesterinspiegel, stärkt Skelett und Muskeln und lindert die Gelenkbeschwerden bei Rheuma, um nur einige Wirkungen zu nennen. Und: wer wandert, hilft auch schonend seinem Herz-Kreislaufsystem.

Gerade wenn das Herz ebenso wie sein Besitzer in die Jahre gekommen ist – so ab 60 – kann es uns das richtig spüren lassen: Bei körperlicher Anstrengung, z. B. beim Treppensteigen oder Bergaufgehen kommen wir leicht außer Atem und brauchen mehr Pausen. So sind wir plötzlich beim Wandern das letzte Rad am Wagen, weil die jüngeren einfach „besser drauf“ sind. „Das ist halt das Alter“ sagen die meisten. Stimmt, aber das muss man nicht einfach als gegeben hinnehmen, wenn man weiß, was eigentlich dahinter steckt.

  • Bei körperlicher Anstrengung muss das Herz stärker arbeiten, um die richtige Menge Blut bis in die Zehenspitzen zu pumpen. Während das taufrische, junge Herz in einer Minute mühelos 5-6 Liter Blut durch den Körper pumpt, schafft das in die Jahre gekommene Herz vielleicht nur noch die Hälfte. Das ist viel zu wenig für die Durchblutung des gesamten Körpers. Deshalb sollte man sein Herz bei seiner Arbeit unterstützen. Das gelingt am besten, indem man es stärkt, d. h. die Pumpkraft erhöht. Zusätzlich sollte man es aber unbedingt entlasten, also dafür sorgen, dass das Herz es insgesamt leichter hat. Entlastung erreicht man, indem man die Gefäße elastisch hält. Denn dann kann z. B. beim Bergaufgehen das Blut leichter durch den Körper fließen, die Sauerstoffversorgung des Körpers wird dadurch verbessert und man hat einfach mehr Puste.

  • Deshalb sollen wir uns alle mehr bewegen. Unwillkürlich denken wir dabei an Sport und Fitnesscenter und schnell ist die Motivation dahin, wenn man mit Sport nicht viel am Hut hat oder schon mehrere Versuche gescheitert sind. Bewegung ist tatsächlich am erfolgreichsten und fällt am leichtesten, wenn sie in den Alltag integriert ist: Benutzen Sie die Treppe anstatt den Fahrstuhl, laufen Sie anstatt mit dem Auto oder Bus zu fahren oder steigen Sie eine Station früher aus der Straßenbahn. In der Freizeit und an den Wochenenden darf es dann gerne etwas mehr sein.


    Eine besonders herzfreundliche Bewegungsart ist das Wandern. Eine Wanderung in der Natur erhöht die Pumpleistung des Herzens und trägt so dazu bei, den Kreislauf in Schwung zu bringen und die Sauerstoffversorgung des Körpers zu erhöhen. Dabei kann sich der gesundheitliche Nutzen des Wanderns durchaus sehen lassen: Die hierbei aufgebrachte Herz-Kreislauf-Leistung zwischen 50 und 150 Watt über mehrere Stunden hat einen nachweisbaren Trainingseffekt auf Herz und Gefäße. Puls und Blutdruck werden gesenkt, das Herz-Schlagvolumen erhöht und der Zustand der Blutgefäße verbessert sich.

  • Die Freude und Entspannung in der Natur bewirken, dass man aus eigenem Antrieb heraus aktiv wird, ohne sich dazu zwingen und jedes Mal aufraffen zu müssen. Wer mit der Familie oder Freunden in der Natur wandert, hat gleichzeitig mehr Spaß. Auch Ungeübte, Menschen mit Übergewicht oder „Sporthasser“ können dank der schonenden Bewegungsabläufe problemlos damit beginnen. Wandern bewegt nicht nur den Körper, sondern auch die Seele und deshalb kann Wandern richtig glücklich machen.

Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG

Willmar-Schwabe-Straße 4

76227 Karlsruhe

Telefon: Tel.: 07 21 - 40 05 0

Telefax: Fax: 07 21 - 40 05 63 0

www.schwabe.de