Egal ob groß oder klein - alle wollen beim Wandern etwas erleben. Damit die Familienwanderung wirklich ein Erlebnis wird, gibt es hier ein paar Tipps.

  • Immer nur zu dritt oder zu viert unterwegs sein ist langweilig! Wenn sich drei oder vier oder mehr Familien zusammenfinden, ist doch gleich mehr los! Die Kinder gehen zusammen auf Entdeckungsreise, die Eltern können sich mal ungestört austauschen. So findet jeder seinen geeigneten Spiel- und Gesprächspartner, niemandem wird langweilig und in guter Stimmung kommt selbst dem Langsamsten der Weg zum Grillplatz nur halb so lang vor. Klar müssen es bei den Wanderungen nicht nur Eltern und ihre Kinder sein, auch Oma und Opa und andere Mitwanderer gehören dazu, die Familien aber bestimmen die Regeln.

  • Die tollste Einkehr ins Restaurant ist nichts gegen ein loderndes Lagerfeuer, auf dessen Glut anschließend der selbstgeknetete Stockbrotteig geröstet wird. Fließendes Wasser übt auf Kinder eine magische Anziehungskraft aus: Noch nie haben Eltern eine so angenehme Mittagsruhe gehabt, wenn der naheliegende Bach unbedingt einen neuen Staudamm braucht. 

  • Klar, dass Kids nicht immer die weitesten Strecken mitlaufen, auch wenn es Kinder gibt, die viel ausdauernder sind als Erwachsene annehmen. Die Länge der Strecke, welche junge Wanderer gut laufen können, hängt grundsätzlich von den Vorlieben der Kleinen ab. Zur groben Orientierung nennt der Deutsche Wanderverband eine Faustregel. Danach gilt: Lebensalter mal 1,5. Ein Sechsjähriger schafft also zum Beispiel neun Kilometer. Geht es bergauf oder bergab, entsprechen 100 Höhenmeter einem Kilometer. Ebenfalls wichtig: Die schwächsten Teilnehmer einer Wanderung bestimmen Tempo und Pausen. Deswegen bestimmen gewöhnlich die Kleinsten, zumal sie durch Hin- und Herlaufen oft den doppelten Weg zurücklegen.

  • Jeder Mensch will wichtig genommen werden, das gilt nicht nur für Erwachsene. Die Kinder sollen ruhig einen Teil des Proviants selbst schleppen, ein Fernglas tragen („Aber gut aufpassen!“) und je nach Alter auch ihr eigenes (nicht zu spitzes) Messer haben dürfen. Dass man ihnen etwas zutraut, macht Kinder stolz und sie lernen beizeiten, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

  • Kurzweiligkeit und gute Laune sind die besten Voraussetzungen für eine gelungene Familientour. Da kann es sich schon mal lohnen, wenn plötzlich eine Schatzsuche ausgerufen wird oder am Wegrand kleine Zettel mit Aufgaben gefunden werden, die es zu lösen gilt.

  • Von knochentrockenen Belehrungen über die Natur haben Kinder und Eltern gar nichts. Aber es gibt eine Vielzahl von Naturerlebnisspielen, die Vorgänge in der Natur einfach und anschaulich darstellen. Auch Rätsel sind gut geeignet, die Aufmerksamkeit der Kinder auf einen Sachverhalt zu lenken. Kinderlieder helfen den Kleinen, sich an die vielen Erlebnisse und Beobachtungen zu erinnern („Ein Männlein steht im Walde...“).

  • Eine richtige Wanderung führt nicht nur zu einem langweiligen nichtssagenden Ort im Wald, an dem der Weg abknickt und wieder zurückführt, sondern hat ein echtes Ziel. Ein Ziel ist etwas, auf das Große und Kleine hinfiebern, das ihre Fantasie anregt und ihnen eine überschaubare Tagesstruktur anbietet. Als Ziele eignen sich besonders gut: Seen, Ruinen, Grillplätze usw.

  • Das Außergewöhnliche und Neue reizt uns am meisten. Bei Familienwanderungen darf sich nie die Routine einschleichen. Verrücktes ausprobieren macht oft den meisten Spaß: Im Sommer ohne Schuhe laufen, eine Nachtwanderung ganz ohne Taschenlampen, im Winter Grillen im Tiefschnee - das sind die wahren Abenteuer für Familien!


Wenn Sie noch eine Idee für ein Wanderlied zum Singen unterwegs suchen, dann hören Sie doch in unser Lied  "Wir Wandern" rein, das der Musiker Reinhard Horn für uns geschrieben und aufgenommen hat.