Auf Goethes Spuren (Ilmenau-Stützerbach)

Beschreibung


Wegbeschreibung

Länge des Weges:    20 km Höhenunterschiede:  Anstiege gesamt: 766 m
                                  Abstiege gesamt 536 m

Der Goethewanderweg, der von Ilmenau über Manebach nach Stützerbach führt, wurde 1970 von den Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar angelegt. Er verbindet Orte und Plätze, an denen sich Goethe aufhielt und die Eingang fanden in sein künstlerisches Schaffen. Wir beginnen unsere Wanderung am Amtshaus am Markt in Ilmenau. Hier wohnte er wiederholt, wenn er sich in Amtsgeschäften in Ilmenau aufhielt. Von den Fenstern in der oberen Etage beobachtete er das bunte Markttreiben, über das er im Wilhelm Meister berichtet. Auch heute schaut er noch dem bunten Marktreiben zu, allerdings hat er sich nun profan auf eine Bank gesetzt. Er ist übrigens der meist fotografierte Mann in Ilmenau. Durch die Obertorstraße erreichen wir den Friedhof. Eine klassizistische Grabplatte schmückt hier das Grab der Corona Schröter, eine geistvolle und schöne Sängerin des Weimarer Hofes. Sie starb im ehemaligen „Posthaus“ in Ilmenau (den Ilmenauern noch als Sächsischer Hof bekannt) am 24. August 1802. Sie war die erste Darstellerin der Iphigenie. Vorbei an den Gräbern einiger Ilmenauer Berühmtheiten erreichen wir den hinteren Ausgang des Friedhofes, überqueren die B4 und gelangen durch die Neue Marienstraße zum Zechenhaus, das zu den ältesten Gebäuden der Stadt zählt. Dank seiner abgelegenen Lage wurde es vom verheerenden Brand im November 1752, hervorgerufen durch ein Spatzenschießen, verschont. Wir steigen auf zur Sturmheide, gelangen zum Mittleren Bergraben und zum Oberen Berggraben. Diese heute bequemen Spazierwege führten über mehr als 14 km das Aufschlagwasser an die Schächte auf der Sturmheide und in Roda. Vom Oberen Berggraben zweigt unser Weg rechts ab und führt vorbei an der Ruhebank „Trautvetters Erinnerung“ und der „Berthaquelle“ zum Schwalbenstein. Hier schrieb Goethe am 19. März 1779 die Prosafassung des 4. Aktes der „Iphigenie“. Vorbei an der Gaststätte „Schöffenhaus“ führt der Weg über den Heidelberg zur Bornwiese mit der Marienquelle. Die Aussicht, die in den letzten vierzig Jahren zugewachsen war, wurde im Zuge des Zertifizierungsverfahrens wieder freigeschnitten. Kurz danach geht der Weg links steil ab zum Emmasteinfelsen und weiter nach Manebach. Vorbei am Haus des Kantors führt der Wege über die Bahnschienen zur Helenenruhe und wir genießen hier einen wunderbaren Blick über das Ilmtal und Manebach. Eine alte Handelsstraße führt uns hinauf zum Großen Hermannstein, die am Fuß des Porphyrfelsen liegende Höhle diente Goethe des öfteren als Herberge. Nach einem kurzen Aufstieg erreichen wir den Kickelhahn mit Aussichtsturm und Goethehäuschen. An die Bretterwand des Pirschhäuschens schrieb er am 6. September 1780 das kleine Gedicht „Wandrers Nachtlied“. Vorbei am Stichlingsstein steigen wir vom Kickelhahn ab und gelangen zum Jagdhaus Gabelbach. Diese Goethegedenkstätte, die heute von der Stiftung Weimarer Klassik betreut wird, ist leider nur noch zum Wochenende und zu Feiertagen geöffnet. Ein bequemer Wanderweg führt uns nun zur Hirtenwiese, auch hier ist der Ausblick zur Marienquelle und zum Schwalbenstein wieder freigeschnitten. Nach Überquerung der Hohen Straße kommen wir ins Schortetal mit dem Knöpfelstaler Teich, ein ehemaliger Flößteich. Wenige Minuten von hier entfernt finden wir das Finstere Loch, eine enge Schlucht, durch die vom Breitengrund her ein Bach fließt, Schauplatz des nächtlichen Lagers, das Goethe in seinem Gedicht „Ilmenau“ beschreibt. Nach überschreiten des Baches auf einem Steg führt uns der Weg zunächst steil, dann aber leicht ansteigend zum Gasthof „Auerhahn“. Wenige Schritte hinter dem Auerhahn biegen wir links ab, passieren eine Bungalowsiedlung und halten uns dann rechts in den Wald. Ein Fußpfad führt uns zum Waldrand und dann ist in wenigen Minuten der Schloßberg oberhalb Stützerbachs erreicht. In diesem Bereich haben wir die schönsten Aussichten am Goethewanderweg. An die damalige „Dianenburg“ erinnern heute nur noch einige erkennbare Terrassen. Unser Weg geht nun hinunter nach Stützerbach, vorbei am Glaserschen Haus erreichen wir das Endziel unserer Wanderung, die Goethegedenkstätte im Gundelachschen Haus. Auch diese Einrichtung der Stiftung Weimarer Klassik hat nur noch zu Wochenenden und Feiertagen geöffnet. Hunger und Durst können in einigen Gaststätten gestillt werden, bevor wir mit dem Bus bezw. am Wochenende auch mit der Bahn nach Ilmenau zurückkehren.


Begehbarkeit

Schlecht bezw. nicht begehbar in Wintermonaten mit Schnee,
bevorzugte Wanderzeit Mai/Juni und September/Oktober


Tourmarkierung

Goethes Kürzel in grüner Farbe in quadratischem weißem Spiegel

Start & Ziel

Ilmenau, am Nordhang des Thüringer Waldes gelegen, nennt sich u. a. auch „Goethestadt“ Er besuchte Ilmenau 28mal und das nicht nur als Staatsmann, sondern auch als Naturfreund. Wie viele andere hatte auch er Lieblingsorte in der Natur, die er wiederholt und gern aufsuchte und die Einzug hielten in sein künstlerisches Schaffen.


Startpunkt

Am Markt, 98693 Ilmenau


Zielpunkt

Goethestraße 1, 98714 Stützerbach


Bundesland

Thüringen


Region

Thüringen, Thüringer Wald,


Verkehrsanbindung Start

START
Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Marktes vorhanden/ z. B. A71 Abf. Ilmenau West

DB Kursbuchstrecke 566: Erfurt-Ilmenau, Hbf. ca. 1000 m vom Start entfernt.
Buslinie 300: Suhl-Ilmenau, Haltestelle Wetzlarer Platz, ca. 500 m.
Buslinie 302: Erfurt-Ilmenau-Großbreitenbach, Haltestelle Friedhof, ca. 100 m.


Verkehrsanbindung Ziel

ZIEL
Parkplätze im Ort vorhanden.
Stützerbach liegt unmittelbar an der B4.

Buslinie 300 Suhl-Ilmenau, Haltestelle Eintracht in Stützerbach, ca. 500 m.
An Wochenenden und Feiertagen: DB-Strecke 566 verkehrt bis Stützerbach, ab HP ca. 250 m.

Anforderungen

Länge: 20 km

Dauer der Tour: 7 Std

Dauer der Tour Zügig: 5 Std

Tiefster Punkt: 500 m

Höchster Punkt: 862 m

Höhenmeter bergab: 540 m

Höhenmeter bergauf: 770 m


Routencharakter

Jugendwanderung (bis 25 km)
Kulturwanderung
Naturwanderung


Anforderungen

 NieSeltenHäufigDurchgehend
Anforderung SteilheitX
Anforderung TrittsicherheitX
Anforderung SchwindelfreiheitX

Unterwegs


Einkehrmöglichkeiten

Ilmenau
Ratskellr
Am Markt 6
98693 Ilmenau
Tel. 03677 202 001
Nur Einkehr

Hotel Tanne
Lindenstr. 38
98693 Ilmenau
Tel. 03677 65 90
info@hotel-tanne-thueringen.de
Einkehr und Übernachtung

Hotel-Pension Melanie garni
Heinrich-Heine-Straße 3
98693 Ilmenau
Tel. 03677 20 52 90
info@pension-melanie.de
Nur Übernachtung

Berggasthaus Kickelhahn
Kickelhahn 1
(direkt am Wanderweg)
98693 Ilmenau
Tel. 03677 202 034
Nur Einkehr

Romantik Berg- und Jagdhotel Gabelbach
Waldstraße 23 a
(direkt am Wanderweg)
98693 Ilmenau
Tel. 03677 86 00
Einkehr und Übernachtung


Elgersburg
Waldgasthaus Schöffenhaus
(direkt am Wanderweg)
98716 Elgersburg
Tel. 03677 642 132
Übernachtung und Einkehr


Manebach
Bahnhofskneipe
Am Bahnhof 1
98693 Ilmenau
OT Manebach
Tel. 03677 462 665
Nur Einkehr


Stützerbach
Waldgasthaus Auerhahn
(direkt am Wanderweg)
98714 Stützerbach
Tel. 036784 50 214
Nur Einkehr

Hotel-Restaurant Waldfrieden
Goethestraße 13
98714 Stützerbach
Tel. 036784 50 29 4
Einkehr und Übernachtung

Service


Wanderkarte

Schmiedefeld, Frauenwald, Stützerbach
Maßstab: 1:30 000
Herausgeber: Verlag grünes herz
ISBN: 3-9229993-01-5

Ilmenau
Maßstab:1:30 000
Herausgeber: Verlag grünes herz Ilmenau
ISBN: 978-3-935621-36-6


Autor

Thüringerwald Verein

Werner Borgwardt
Telefon: 03677 – 840 661


Kontakt


Ansprechpartner

Thüringerwald Verein, ZV Ilmenau

Roland Sillen
Burggasse 12
98693 Ilmenau
Telefon: (036259) 51 59 8
Telefax: (036259) 30 22 5



Ilmenau-Information

Lindenstraße 12
98693 Ilmenau
Telefon: 03677 – 2023 58
Telefax: 03677 -202502



Kurverwaltung Stützerbach

Bahnhofstraße 1
98714 Stützerbach
Telefon: 036784 / 50 211
Telefax: 036784 / 50 890



Bilder und Dokumente

Ausschnitt aus der Wanderkarte „Ilmenau“, mit freundlicher Genehmigung des Verlages. © Dr. Lutz Gebhardt, Verlag grünes herz, PF 100564, 98684 Ilmenau/Thür., Tel. (03677) 63025, Fax 63040, www.gruenes-herz.de Werner Borgwardt T_124a.jpg

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